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Herzensbrecherinnen von rechts

Zweiter Arbeitstag nach den ziemlich desaströsen drei freien Wochen. Ich versuche gute Vorsätze durchzuhalten, die eine bessere Work-Life-Balance bedeuten. Klappt ganz gut. Sind aber auch erst 2 Tage. Ich sitze in einem Büro vor einem Computer, wenn ich nicht gerade immer wieder aus der Konzentration gerissen werde für irgendwelche Meetings.

Ich habe aus beruflichen Gründen auch immer Facebook geöffnet, um Social Media-Arbeit zu machen. Auf der rechten Seite sieht man ja immer die Kontakte, die online sind und da fiel mir auf, dass mich eine ganze Zeit lang die Portraits von 2 Frauen angeschaut haben, die mir das Herz gebrochen haben. Vor ein paar Jahren und vor ein paar Wochen. Sie kennen sich nicht und mein innerer Galgenhumor war auch eher dafür verantwortlich das zu beobachten und sich zu denken, dass ich hoffe, dass die Quote hoffentlich nicht noch weiter wächst. Es steckt halt auch „Galgen“ in „Galgenhumor“.

Als mir dann auch noch ein Kollege über Skype schrieb, wie schlecht es ihm geht und wie beschissen seine Feiertrage waren, war ich doch ganz froh, bald nach Hause gehen zu können. Und hier bin ich nun schreibe einen belanglosen Eintrag. Schönen Abend noch!
8.1.19 18:25


Und nun?

Date vorbei. War nett. Und nun?

Ich war charmant, sie wirklich nett. Sie ist ein Mauerblümchen glaube ich. Macht zu wenig aus sich und ist irgendwie nur halbherzig auf der Suche. Aber das ist jetzt vielleicht schon ein wenig zu viel interpretiert. Sie hasst es zu telefonieren. Daher haben wir auch nicht gesprochen vor gestern. Ich glaube noch vor kurzer Zeit hätte ich gesagt: „das war ein gutes Date, das hat Potenzial“. Jetzt fehlt mir das Knistern, das Aufregende… das Drama. Und DAS hätte ich früher sicher nicht gesagt.

Viele missfällt mir an meinem aktuellen Verhalten. Das Einzige, was ich gut und immer noch richtig finde ist, dass ich aktiv bin. Ich neige zu Grübelei, Big time. Aber stattdessen bin ich aktiv. Wenn du vom Pferd fällst, spring so schnell wie möglich wieder auf. Bla bla. Wieder so eine Zwickmühle, denn dass ich aktiv bin finde ich gut, aber das was ich tue nicht wirklich. Ich denke an meine Ex. Es fühlt sich komisch an, sie so zu nennen, aber so ist es nun mal. Und dann frage ich mich, was ich so sehr vermisse. Ich weiß, dass ich den Sex sehr vermisse. Ich war auch gern mit ihr zusammen. Aber so sehr? Ich weiß nicht, ob ich mir das nur einrede. Das nennt man wohl „Kopf verdreht“. Und alles, was ich schreibe ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit meinem gestrigen Date gegenüber.

Entschuldigt mich, ich taumle dann mal weiter. Das tue ich wirklich.
5.1.19 13:02


Nicht ich

Ich habe heute ein First Date. Mein Kopf ist aber noch bei dieser Frau, die sich mit den ganzen Fehlern, die ich im Moment aufweise nicht klarkam. Ich weiß selbst, dass das keine gute Idee ist aber ich mache es trotzdem. Ich war die letzten 2,5 Wochen allein und auf mich gestellt und ich hasse das Gefühl. Also treffe ich diese Frau, die ich virtuell vor einigen Monaten kennengelernt habe und die trotz einiger Zeit Funkstille noch auf meine Nachrichten reagiert. Sie ist auch eine einsame Seele aber ohne wirklich einsam zu sein. Sie trifft sich sich dauernd mit Nachbarn zum Kochen, Filme schauen, Rollschuhfahren. Ich weiß nicht, was ich mir erhoffe. Jetzt, in der Sekunde in der ich das hier schreibe will ich meinen Weg weitergehen und so schnell wie möglich die Frau, die mich Weihnachten verließ zurück. Mein Gefühl sagt mir, dass ich, wenn das überhaupt möglich ist, dafür sehr viel in sehr kurzer Zeit schaffen muss. Ich merke aber auch, dass ich das allein nicht schaffe. Weil mir vieles gerade sehr schwer fällt. Der Berg, der sich da aufgetürmt hat lähmt mich einfach zu sehr. Zwickmühle nennt man das wohl.

Also treffe ich mich heute Abend. Mit dem Kopf ganz woanders, aber dankbar für die Ablenkung und die Vorgaukeln einer Perspektive. Wobei… vielleicht werde ich ja positiv überrascht. Das wäre nicht das erste Mal. Trotzdem ist es natürlich nicht fair. Vor allem ihr gegenüber, denn sie weiß das alles nicht. Vielleicht denkt sie es sich. Vielleicht auch nicht. Ich bin nicht so normalerweise. Nur im Moment habe ich das Gefühl nach jedem Strohhalm greifen zu müssen und das tue ich also.

Das alles hat natürlich nichts mit dem ursprünglichen Thema des Blogs zu tun. Zumindest nicht mittelbar. IHR geht es gut, viel besser als mir und das freut mich. Aber ich hoffe dennoch, dass mir das Formulieren hilft. So wie es das früher auch getan hat. Aus diesem Grund habe ich wieder eingeloggt und den Blog mal wieder reaktiviert. Lesen würde ich das nicht gern. Ich könnte von meinen Erlebnissen vorschwärmen mit der Frau, der ich noch nachtrauere. Ich könnte den unglaublichen Sex beschreiben, aber das würde mir nicht gut tun. Ihr müsst das alles ja nicht lesen, also bleibt es bei Gejammer.

2019 fühlt sich bisher nicht besonders gut an. Es ist sehr viel zu tun und ich fühle mich unsicher, ob ich das alles schaffe. Auch so bin ich eigentlich nicht. Aber ich schätze mal zu viele Rückschläge haben mein Fundament unterhöhlt. Ich erledige jetzt noch einiges, damit ich für das Date halbwegs bereit bin heute Abend.
4.1.19 12:22


2018

Was für ein Jahr… Es ist zu viel passiert, um das hier in einem Eintrag zusammenzufassen. Ich glaube, dass die Dinge, die ich in diesem Jahr erlebt habe einem begabten Autor für ein ganzes Buch reichen würden. Leider wäre das Ganze viel eher Drama als Komödie. Aus diesem Grund spule ich erst mal zurück auf das Jahresende 2017…

Auch 2017 war wirklich beschissen. Weihnachten und Silvester beging ich allein von kurzen Krankenhausbesuchen mal abgesehen. Ich habe keinen Freundeskreis, was mit Sicherheit zum großen Teil meine eigene Schuld ist. Ich habe mir aber geschworen, dass ich Weihnachten und Silvester 2018 nicht wieder allein verbringe, denn bei aller Stabilität, die mich mal ausgezeichnet hat: das nagt schon ziemlich an mir. Gute Vorsätze brauche ich nicht. Mit dem Rauchen habe ich auch so aufgehört. Süßigkeiten und ähnliches esse ich seit langer Zeit nicht mehr. Nur nicht mehr allein sein. Das möchte ich nicht mehr…

Und ich hatte ja ein ganzes Jahr Zeit. Das wird schon… Ich machte mich also auf die Suche nach Mrs. Right. Und ich lernte viele Frauen kennen. Manche nur ein wenig, zwei deutlich besser… Ich verheddere mich gerade in einer zu detaillierten Zusammenfassung, daher spule ich direkt an das Ende des Jahres 2018…

Wieder Weihnachten. Seit 2 Wochen läuft es nicht mehr so gut. Dabei war ich Anfangs eher etwas verschlossen. Ich kann nicht immer mein Herz so schnell freilegen. Das tut so weh. Zumal der Start ein steiniger war. Lieber erst mal in Deckung bleiben. Und so trafen wir uns und liebten uns. Immer wieder. Und weil ich nunmal so bin UND weil sie sich auch immer mehr zu mir hingezogen fühlte (sie hat sogar schon über ein Kind geredet), war ich auch mit ganzem Herzen dabei…

Aber so ca. 2 Wochen vor Weihnachten veränderte sich alles. Sie war deutlich reservierter… Und ich fühlte mich hilflos. Ich erspare euch und mir die Details, aber es kam, wie es kommen musste: Ich sah sie zuletzt am 2. Weihnachtsfeiertag. Und wieder tut das Herz weh. Die Stelle, die ich hier weglasse, lasse ich vor allem weg, weil sie so sehr nach Entschuldigung klingt, daher sage ich es mal so: dieses Jahr hat so viel Müll auf mich gekippt, dass ich nicht mehr klarkomme. Das ist einfach alles zu viel. Und ich bin der festen Überzeugung, dass ich eine Frau fürs Leben verloren habe aus diesem Grund. So war ich über die Feiertage wieder allein und vielleicht auf meinem Tiefpunkt. Nein, ich hatte keine Selbstmordgedanken, aber mein Geist hat schon merkwürdige Dinge mit mir gemacht. Ich habe versucht mit Menschen zu sprechen und dabei fiel mir auf, dass selbst für ein Gespräch kaum Jemand da war. Ein paar Menschen habe ich trotzdem ein wenig belästigt. Mal ein Telefonat, mal ein paar Nachrichten.

Der Müllhaufen ist noch da. Ich bin allein und ich komme kaum hinterher. Sowohl meine körperliche als auch meine mentale Stärke reichen kaum aus. Ich weiß nur, dass ich dieses Jahr nicht wieder allein verbringen möchte. Ich wünsche mir Familie, Liebe, Geborgenheit. Ganz „normale“ Dinge. Ganz kostbare Dinge.
3.1.19 21:30


10 Dinge, die ich an DIR vermisse

Frei nach einem Teeniefilm, den ich nie gesehen habe, der frei auf Shakespeare basiert. Lieber so eine Filmanspielung, als keine. Ich lasse kein Wortspiel aus, DU kennst mich ja. Diese Liste ist nicht vollständig, denn ich vermisse viel mehr an DIR als 10 Dinge. Es sind auch nicht zwangsläufig die wichtigsten Dinge. Zum Teil aber schon. Ich weiß, ich kann kompliziert sein, DU kennst mich ja.


Der Blick, mit dem DU mich angesehen hast

An meinem Kühlschrank hängen 2 von 3 Bildern, die wir zusammen in einem Fotoautomaten gemacht haben (eines von den Dreien hattest DU glaube ich mal in deinem Portemonnaie). Da schaust DU mich so an, als wäre ich das Wichtigste für dich und war es das vielleicht auch. Zumindest haben mir DEINE Blicke dieses Gefühl gegeben. Ein königlich-köstliches Gefühl von so einem wundervollen Menschen wie DIR so angeschaut zu werden. Auf einem der Bilder berührst DU mein Gesicht, während DU mich küsst. Was mich sehr ärgert ist, dass ich auf beiden Bildern rumkapser und eine Schnute ziehe. Ein Mahnmal, dass ich einen dieser wertvollen Momente nicht wertgeschätzt habe, DICH nicht wertgeschätzt habe.

DEIN Duft

Der Duft DEINES Körpers, deiner Haare, wenn wir vertraut auf dem Sofa lagen, Arm in Arm. Oder auch DEIN Parfum, das ich für DICH ausgesucht habe. Manchmal, wenn ich einen Aufzug betrete und den gleichen oder einen ähnlichen Duft einer Frau rieche, die diesen Aufzug kurz zuvor benutzt hat, muss ich an DICH denken.

DEIN Lachen, wenn du vor mir gepupst hast

Das klingt jetzt vielleicht furchtbar profan oder für den unbeteiligten Leser vulgär, aber das war es nicht. Das ist auch stellvertretend für die Vertrautheit zwischen uns. Jeder pupst mal, aber es braucht schon Zeit, bis man das offen vor seinem Partner macht. Und jedes Mal, wenn DIR das passiert ist, dann hast DU ein kurzes, leicht hektisches und enorm süßes Lachen ausgestoßen. Das hat mich nicht nur jedes Mal auch zum Lachen gebracht, sondern auch bezaubert. Gleiches gilt für die kleinen Rülpser, die DIR ab und an rausrutschten und „Mein Mund war zu!“, das DU mit einer leicht schmollenden Stimme nachgeschoben hast. Dieser Satz wurde zu einem geflügelten Wort, das ich niemals vergessen werde.

DEINE Überraschungen

Ich habe es geliebt, DIR kleine Freuden zu machen, aber DU warst die ungeschlagene Meisterin darin, immer etwas Besonderes zu machen. DU hast so vieles gemacht, das mir so viel bedeutet hat. Von großen Sachen, wie die gemeinsamen, von DIR geplanten Mystery-Ausflüge, meist an Orte, die ich noch nicht kannte und mit DIR das erste Mal erleben durfte bis hin zu kleineren (aber nicht minder wundervollen) Gesten und Aufmerksamkeiten. Eines von unzähligen Beispielen war ein Silvester, das wir bewusst zuhause verbracht haben. Wir haben uns nicht nur das Feuerwerk von einer Stelle über Stadt betrachtet, DU hattest auch noch Hüte, witzige Brillen und Wunderkerzen besorgt. Das war so süß von DIR und, wie gesagt, auch nur ein Beispiel von diesen Gesten, die ich so sehr vermisse. Einer dieser Hüte fiel mir vor kurzem wieder in die Finger und ich dachte ganz wehmütig an DICH und diesen Abend zurück.

Wie DU mir zu viel Nivea aus dem Gesicht reibst

Jeden Morgen dusche ich und jeden Morgen creme ich mein Gesicht danach ein. Weil meine Haut rund um die Nase sonst staubtrocken wird. Oft genug gibt es da weiße Stellen, wo ich die Creme nicht ausreichend verteilt habe. DU hast das immer gesehen und mit DEINEN süßen kleinen Fingern das in meinem Gesicht erledigt, was meine großen nicht geschafft haben. Jeden, wirklich JEDEN Morgen nach dem Duschen denke ich daran und nehme mir noch die Zeit mich noch einmal im Spiegel zu begutachten, um mich selbst darum zu kümmern. Und an DICH zu denken.

Wie DU geschnurrt hast, wenn ich DEINEN Rücken gekrault habe

Wenn wir Abends zusammen auf dem Sofa waren und DU dich an mich geschmiegt hast und dabei so etwas wie „Krauli Krauli“ gesagt hast. Das waren DEINE Worte, mit denen DU mich dazu aufgefordert hast, deinen Rücken und deinen Po zu streicheln, zu massieren und nun ja, zu kraulen. DEIN Kopf lag dabei meist auf meinem Oberschenkel und oft genug bist du so eingeschlafen. Und ich habe so lange versucht, mich nicht zu bewegen, wie es irgendwie ging, damit ich DICH nicht aufwecke. Vor dem Einschlafen hast du auf jeden Fall geschnurrt wie ein Kätzchen und hast DICH zufrieden hin und her geschmiegt. Ich vermisse dieses Geräusch, diese Situationen und vor allem dass sie so wunderbar alltäglich waren.

Zu DIR nach Hause zu kommen

Es war ein königliches Gefühl nach einem langen Arbeitstag nicht in eine leere Wohnung nach Hause zu kommen, sondern zu DIR. Es gab viele Gelegenheiten, in denen DU mich von unserem Balkon schon angestrahlt hast. Oder andere, an denen DU etwas vorbereitet hattest, z.B. Kerzen schon im Flur und dann in der Küche, weil DU ein romantisches Abendessen als Überraschung gezaubert hast. Das war wundervoll. Aber DU brauchtest einfach nur da sein. Und wenn wir zusammen gekocht haben, haben wir uns gegenseitig vom Tag erzählt. Ich habe DIR gern zugehört und habe DIR gern erzählt. Ich vermisse das jeden Tag. Ohne DICH ist der Feierabend nur der Beginn der Zeitspanne, bis zum neuerlichen Aufstehen. Mit DIR konnte ich es nicht erwarten nach Hause zu kommen, um Zeit mit DIR zu verbringen.

Unsere kleinen und großen Jubiläen

Der Tag, den ich hier vor Äonen schon beschrieb, der Tag an dem wir uns persönlich kennengelernt haben, war etwas ganz Besonderes. Der Beginn von etwas Wahrhaftigem. Zumindest dachten wir das lange und dementsprechend haben wir dieses Datum zelebriert. Jeden Monat. Oft mit kleinen Gesten, oft aber auch, indem wir ausgegangen sind. Aber egal ob klein oder groß, jede dieser Gesten war etwas Besonderes. Oft genug bemerke ich mittlerweile den Tag auf dem Kalender und bedaure, dass er keine Bedeutung mehr hat. Und ich wünschte, es wäre wieder wie früher und ich hätte eine kleine Überraschung in der Tasche, wenn ich an einem dieser Tage zu DIR nach Hause käme.

Mit DIR unsere Zukunft zu planen

Es war nie zu konkret oder unpassend, aber es bedeutete mir die ganze Welt, wenn wir über den Namen unseres ersten, potenziellen Kindes redeten. Oder anhand einer Fernsehsendung, die DU so gern gesehen hast darüber, wie unsere Hochzeit wohl aussehen wird. Ich weiß nicht mehr, wie es anfing, aber es fühlte sich nie falsch an. Das kann ja auch ganz schön Druck erzeugen, tat es aber nie bei mir. Auch nicht, als diese Themen das erste Mal aufkamen. Im Gegenteil: ich freute mich auf diese Dinge, die wir geplant haben. Das war eine Perspektive, die ich geliebt habe, weil DU Teil davon warst. Meist gingen diese Gespräche von DIR aus. Und es war ganz wunderbar, dass eine Frau, die ich so bezaubernd, hinreißend und bewundernswert fand und so geliebt habe, mit mir ihre Zukunft planen und verbringen wollte.

Unsere Urlaube

Was gibt es Schöneres, als mit der Frau, die man abgöttisch liebt in den Urlaub zu fahren? Für mich nicht viel, kann ich DIR sagen. Wenn es so weit war, fühlte ich mich wieder wie ein Kind. Diese Aufregung und Freude, dass es endlich wieder losgeht, hatte ich zuletzt als kleiner Junge empfunden, wenn ich mit meinen Eltern in den Urlaub geflogen bin. Unsere Ziele waren eigentlich immer „nur“ in Holland, aber für mich hätte es dennoch nicht schöner sein können. Ich habe immer eine CD zusammengestellt mit Musik, von der ich hoffte, dass sie uns beiden gefällt und der Soundtrack des Urlaubs wurden. Und als es dann ins Auto ging und die Fahrt antraten, bedeutete mir das die ganze Welt. Schon die Fahrt mit DIR habe ich genossen. Eine ganze Woche nur mit DIR, abseits des Alltags lag vor uns! Ich war aufgeregt, voller Freude, euphorisiert und hätte die ganze Welt umarmen können. Ich hätte DICH umarmen können. In diesen Momenten war das für mich so ziemlich das Selbe.

Während ich das schreibe, merke ich dass ich noch so viele Dinge schreiben könnte, die ich an DIR vermisse und vielleicht mache ich das ja auch noch. Virtuelles Papier ist geduldig. Aber weil „18 Dinge, die ich an DIR vermisse“ nicht den gleichen Klang hat wie mit der 10 lasse ich das jetzt.
5.2.18 19:47


Der Dating-Tango

Der Tanz geht los. Obwohl ich weiß, was ich will, wen ich will, war ich in den letzten Tagen ein wenig aktiv in der Single-Börse. Ich habe Wochen gebraucht, mein Profil zu füllen und noch einige Wochen, bis ich wieder ein paar Frauen angeschrieben habe. Genau wie bei Bewerbungen, bin ich der Typ Mann, der nicht möglichst viele Unternehmen bzw. Frauen anschreibt, sondern mir lieber Gedanken mache und eher wenige und dafür möglichst gehaltvolle Nachrichten verschicke.

Und siehe da: Ich wundere mich selbst, wie viele Frauen, mich anschreiben oder mir sehr interessiert antworten. Ich möchte mir darüber keine Gedanken machen, ob es vielleicht mit dieser blöden Bewertungs-Note für mein Profilfoto zu tun hat. Oder hat mein persönliches Statement genau den richtigen Grad an Geistreichheit (das Wort gibt es nicht, so viel zu meinen lyrischen Fähigkeiten)? Keine Ahnung. Vielleicht herrscht auch gerade Kerle-Ebbe (keine Ahnung, was da so am Start ist, denn die sehe ich ja nicht, wenn ich mich einlogge), wobei ich mir das nicht vorstellen kann.

Noch während ich das hier schreibe, werde ich von 3 Frauen kontaktiert. Was mich wirklich verwundert, denn ich bin gewiss kein Frauentyp. Aber darum geht es hier nicht. Es geht vielmehr um die erste Frau, die ich angeschrieben habe in der Börse. Sie hinterließ ein „Like“ auf meinem persönlichen Statement und sieht nett und sympathisch aus. Also hab ich ihr eine nette Nachricht geschrieben. Zu allem, was jetzt folgt, möchte ich noch sagen, dass ich OBWOHL ich nicht gern in dieser Börse bin und OBWOHL mein Herz mir seit Wochen deutlich eine andere (die „richtige“) Richtung aufzeigt, ich das keineswegs halbherzig mache. Das wäre unfair den Frauen gegenüber und zudem auch unnötige und verlorene Liebesmüh. Außerdem geht es mir hier auch gar nicht darum, mich über diesen Menschen lustig machen. Ich hoffe nicht, dass dieser Eindruck entsteht, aber ich möchte es dennoch vorweg schicken.

Es geht also ein paar mal hin und her. Eine Nachricht ergibt die andere. Es ist nett, aber eben noch dieses ganz frühe Abtasten. Sie schreibt mehrfach, dass sie sehr an mir interessiert ist. Sich nach Nähe und einem Liebhaber sehnt. Ich sage ihr, dass ich mich geschmeichelt fühle, denke bei mir, dass sie es ziemlich schnell und offen angeht, finde es aber an sich ok. Irgendwann bin ich müde. Sie auch. Wir verabschieden uns und alles ist gut. Eine knappe Stunde später erreicht mich noch eine Nachricht. Sie würde mir gern ihre Telefonnummer schicken. Ob das ok wäre. Gelesen habe ich die Nachricht erst Mitte des nächsten Tages (auf der Arbeit), als ich meine E-Mails checke. Als ich Abends zuhause bin, habe ich noch eine Antwort. Es tut ihr leid, dass sie so forsch war und verabschiedet sich aus meinem Leben. Ich antworte, dass alles ok ist, ich halt nur nicht zum Antworten gekommen bin. Sie schickt mir ihre Nummer und fragt mich, ob ich lieber telefonieren oder schreiben möchte. Ich bin erst mal fürs Schreiben.

Ich habe nichts dagegen, dass es schnell geht. Besser als ewig rumzudödeln. Sie schreibt, dass sie für offene und klare Kommunikation ist. Wir schreiben etwas hin und her. Dieses Mal eben auf dem Smartphone. Und ich stelle eine eigentlich ziemlich harmlose und gar nicht böse gemeinte Frage. Erst bei der Antwort merke ich, dass sie ihr nicht passt. Schreibt etwas von einer Schublade, in die ich sie stecke. Ich sage, dass ich das nicht tue. So endet der Abend.

Am nächsten Tag schreiben wir hin und her. Ich bin vorsichtig geworden, was ich so frage. Ihre Antworten wirken einsilbig. Vielleicht ist sie erschöpft. Vielleicht ist ja auch was anderes. Ich sage ihr, dass es ok ist, wenn sie Jemand anderen gefunden hat, der besser passt. Wieder ganz falsches Thema offensichtlich. Schreibt, dass sie es leid ist, sich ständig zu rechtfertigen. Und dass sie natürlich nur mir schriebe. Und dass sie halt einfach müde sei. Ich verabschiede mich, der Abend endet.

Der nächste Tag. Ich wünsche ihr einen guten Morgen. Mitte des Tages bekomme ich eine Nachricht (auf der Arbeit). Sie sagt, dass es wohl nicht passt zwischen uns. Ich antworte, dass es mir leid tut, aber ihre Entscheidung akzeptiere. Es geht noch 1-2 Mal hin und her und dann endet es. Dachte ich. Als ich abends nach Hause komme und den Laptop anmache, sehe ich dass sie mich in der Börse angeschrieben hat. Dass es ihr leid tut. Und dass sie sich abmeldet. Dass es ihr offensichtlich nicht so leicht fällt, sich auf etwas Neues einzulassen und dass ich ja einfach nur nett und offen war.

Sie tut mir leid. Ich schreibe sie auf dem Handy an, will ihr raten nicht alles so verbissen und dramatisch zu sehen. Sie sagt, sie hat meine Nummer gelöscht. Und dass es ihr leid tut, dass sie alles versaut hat. Ich sage ihr, dass alles ok ist. Wiederhole, dass sie Dinge etwas lockerer sehen soll. Und dass ich kein Drama brauche (und es auch gar nicht angebracht war). Seitdem schreiben wir uns wieder. Muss das so sein? Fühlt sich das am Anfang immer so an? Ich hab das nicht so in Erinnerung.

Ich bin mir nicht sicher, vielleicht (wahrscheinlich?) hätte ich den Kontakt einfach brach liegen lassen sollen, aber sie tat mir leid. Jetzt gerade ist es auf jeden Fall komisch. Meine Gedanken kreisen sowieso um eine andere Frau. Aber ich tanze jetzt den Dating-Tango, ein Tanz, den ich wahrscheinlich nicht so gut beherrsche. Und wenn ihr wüsstet, wie mein Leben im Moment aussieht, dann wüsstet ihr, dass „ich brauche kein zusätzliches Drama“ die Untertreibung des Jahrhunderts ist. Vielleicht ist sie es ja wert. Oder auch nicht, ich weiß es nicht. Fest steht: falls ich ihr mal schreiben oder sagen muss, dass es nichts wird mit uns, davor graut es mir jetzt schon. Eigentlich keine guten Voraussetzungen für ein weiteres Kennenlernen, oder?
28.1.18 23:35


Jemand anderes

Es passiert viel zur Zeit. Zu viel. Zu viel für mich und zu viel für hier. Daher werde ich große Teile ausblenden. Aber ich muss auch irgendwo hin mit ein wenig von dem „Vielen“. Daher nach über einem Monat ein weiterer Eintrag.

Ich habe zwischenzeitlich mein Profil in der Single-Börse etwas weiter eingepflegt. Es sind mittlerweile Bilder drin, ich habe einige persönliche Angaben gemacht. Die Reaktionen sind deutlich besser als ich gedacht hätte. So können Mitglieder über das Profilbild abstimmen, wenn man das nicht deaktiviert. Wenn genügend Votes da sind, bekommt man dann einen Durchschnittswert angezeigt. Lange Rede, kurzer Sinn: ich war und bin schon ziemlich erstaunt, dass dieser Wert doch recht hoch ist. Außerdem bekomme ich hier und da „Likes“ für Statements, die ich ins Profil geschrieben habe (das Leben kann schon ganz schön profan klingen). Trotzdem merke ich etwas, was ich schon vor einiger Zeit gemerkt habe und recht verklausuliert hier geschrieben habe. Damals ging es um plötzliche Euphorie, eine Erektion und Türen (wer die Muße hat, kann das ja nachlesen, lohnt sich aber nicht wirklich). Was ich merke ist, dass das alles nicht das Wahre ist. Und das hat nichts mit meiner Abneigung gegenüber Single-Börsen zu tun. Es ist das starke Gefühl, dass das, was ich dort finden kann, nicht das ist, was ich will und was richtig ist.

Was ich will und was richtig ist, ist etwas anderes. Jemand anderes. Und das ist keine kurzfristige Laune oder die Reaktion auf die Seenot, in der ich mich seit einigen Wochen befinde. Zumindest das beweisen die erwähnten Blogeinträge und die Daten zu denen ich sie schrieb. Mein Herz weiß, was es will. Es will wieder wie eine große Trommel bis zu meinem Hals schlagen und dazu benötigt es nun mal scheinbar Jemand anderes. Jemand besonderes. Ich bin geneigt, ihm zuzustimmen.
20.1.18 13:35


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