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Ende mit Schrecken?

Heute morgen bin ich früh wach. Keine gute Nacht. SIE hat nachts Verstörendes getweetet. Ich finde diese kurzen Nachrichten auf meinem Smartphone. Egal wie sehr SIE mich verletzt hat gestern, ich liebe SIE. Ich schreibe ihr einen Brief, einen langen Brief. Entschuldige mich für vieles, sage ihr, dass ich mich ändern möchte, lege den Brief neben SIE und gehe zum Arzt.

SIE wollte, dass ich zum Arzt gehe und ich tue dies. Im Vorzimmer spreche ich die ersten Worte des Tages und bemerke den riesigen Klops in meinem Hals. Im Wartezimmer reisse ich mich zusammen, um den anderen Wartenden meine Gefühlslage nicht zu offensichtlich zu präsentieren. Ich warte eine halbe Stunde und beim Arzt bin ich dann keine 5 Minuten. Ich gehe wieder nach Hause und SIE schläft noch. Der Brief liegt noch unangetastet neben ihr.

Ich versuche SIE vorsichtig zu wecken, denn SIE hat ein Problem mit meinen (wirklich nicht besonders schönen) Füßen und hat einen Termin bei einem Fußpfleger ausgemacht. Nur weiß ich nicht genau bei welchem. Die Google-Suche ergibt allein 3 Fußpfleger in 500 Meter Entfernung. Ich schaffe es nicht, SIE zu wecken, also gehe ich erst Mal schnell mit dem Hund raus, damit SIE noch ein paar Minuten schlafen kann.

Danach wecke ich SIE und frage SIE, wo ich denn zur Fußpflege hin muss. Zunächst scheint es so, als würde es wieder bergauf gehen. Ich sehe ihr zu, wie SIE den Brief liest, zu dem SIE zwar nichts sagt, aber SIE redet wieder vernünftig mit mir. Ich nehme SIE in den Arm und sage ihr, dass ich SIE liebe. SIE lässt es geschehen und sagt mir, dass SIE mich auch liebt. Bevor ich raus muss, um pünktlich zum Termin zu erscheinen frage ich SIE, ob SIE die Dämonen heute auslassen kann. SIE sagt ja. Ziemlich erleichtert schnappe ich mir mein Handtuch und gehe los.

Trotz Termins stehe ich aber vor verschlossenen Türen. Wegen Bauarbeiten im Nebenhaus werden heute keine Füße verwöhnt und verschönert. So gehe ich mit meinem Handtuch wieder zurück. Im Flur unserer Wohnung steht SIE angezogen und will gerade vor die Tür. Ich frage SIE wohin es denn gehen soll. SIE sagt, dass SIE noch mal mit dem Hund rauswill. Kurzentschlossen lege ich das Handtuch ab und komme mit. Es stellt sich schnell heraus, dass der kurze Ausflug nur dazu dienen soll, Dämonennachschub zu besorgen. Ich sage ihr "Bitte, bitte tu das nicht", da sagt SIE nur "Komm mir jetzt nicht so!".

Wieder zuhause versuche ich mit ihr zu reden, aber die giftigen Pfeile von gestern sind wieder da. SIE denkt nicht daran sich zu entschuldigen für die fiesen Sachen. Stattdessen bekräftigt SIE sie noch und legt noch weitere in ihren Köcher. Ich sage ihr, dass ich mich ändern will (die Art und Weise, wie das "Gespräch" läuft gibt mir dabei aber ein komisches Gefühl), aber das wischt SIE einfach so weg. Irgendwann breche ich ab. Ich kann nicht mehr. Denn gerade tut es richtig weh. Ich glaube ihr auch nicht, dass SIE mich noch liebt oder etwas (positives) für mich empfindet. Und das tut wirklich weh.

War es das? Ich weiß es nicht, aber es sieht im Moment danach aus. Unserem (na ja, ich muss mich wohl bald daran gewöhnen zu sagen "ihrem") Hund geht es nicht so gut heute. Gestern Abend während unseres Streits ist sie aus dem Zimmer geflüchtet (sonst will sie bedingungslos immer bei uns, vor allem bei ihr sein). Und heute weicht er nicht von meiner Seite und dass, obwohl sie (es ist eine Hündin) sonst extrem auf SIE fixiert ist. Auch während ich das jetzt hier tippe liegt sie ganz nah zu meinen Füßen. Das kenn ich sonst überhaupt nicht von ihr. Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich denken, dass sie meine Nähe sucht, weil ich bald nicht mehr in ihrem Leben vorkommen werde. So ist es natürlich nicht (ich habe gelernt Hunde nicht zu sehr zu vermenschlichen) und ich hoffe auch immer noch, dass es so nicht kommen wird. Aber gerade fühlt es sich so an.
7.7.15 13:22
 


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