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Vergiftete Herzpfeile am Tag des Kusses

Ich sitze hier und heule. Wie ein Schloßhund. Ich bin da nicht stolz drauf, aber es ist so. SIE schläft Dämonenschlaf. Aber vorher gab es noch Streit. Wobei: ist das überhaupt das richtige Wort? SIE versucht den Dämonen abzuschwören, doch bei diesem Rückschlag dabei wollte ich anders reagieren. Besser. Wollte mit ihr reden, ganz in Ruhe. Solange es noch geht. Wollte verstehen, wieso. Nicht sauer sein, sondern verständnisvoll.

Ich sollte noch erwähnen, dass wir gestern schick essen waren. Also für unsere Verhältnisse relativ schick. Überlegungen, denen ich jetzt gerade nicht mehr folgen möchte, haben mich dazu veranlasst einen riesigen Fehler zu begehen. Ein ungelenker Heiratsantrag, der fürchterlich in die Hose gegangen war. Wenn ich es könnte, dann würde ich ihn gern ungeschehen machen. Kann ich leider nicht. Das war ein riesiger Fehler, der mir wahnsinnig leid tut und ganz allein auf meinem Mist gewachsen ist.

Das Resultat meines heutigen Verstehenwollens waren aber Giftpfeile. Eine Menge. Mitten ins Herz. Und die haben alle gesessen. Während SIE also schläft, ziehe ich einen nach dem Anderen aus meinem Herzen heraus. Drin bleiben können sie ja nicht.

Ich bin zu faul.
Kleine Wunde.

Ich bin zu fett.
Etwas größere Wunde, tut etwas weh, kann ich aber verstehen.

Ich bin so ganz allgemein der Grund, warum es ihr schlecht geht und warum SIE den dämonischen Rückfall hatte.
Klaffende Wunde, riesiger Schmerz. Einer der Gründe, warum ich hier heule.

Mit dem Arzt, mit dem SIE eigentlich über ihre Dämonen sprechen will, redet SIE stattdessen "nur" schlecht über mich.
Autsch, der hat auch so richtig gesessen. Mein Herz blutet mittlerweile ganz schön.

Ich bin wie ihr Ex (der direkt aus der Hölle stammt und der ihr wirklich übel mitgespielt hat), weil ich z.B. gern über die Anschaffung eines größeren Autos rede (wohlgemerkt wirklich nur REDE), in dem wir alle (ich, SIE und der Hund) zusammen fahren können, obwohl es finanziell gerade schlecht aussieht.
Tiefe Wunde. Richtig tief. Denn ich will nichts mit diesem Abschaum von einem Menschen zu tun oder gemeinsam haben (das weiß SIE auch).

Ich bin ein Einzelkind, so ähnlich wie ihr Ex und man würde uns das beiden anmerken.
Noch mal richtig tief. Mein Herz ist ziemlich perforiert, aber es stecken immer noch Pfeile drin.

Meinen Wunsch, dass wir in einem Bett zusammen schlafen interpretiert SIE so, dass ich meinen "Pimmel an ihr reiben will".
Bisher der schlimmste Treffer von allen. Ich kann immer noch nicht glauben, was SIE mir da entgegengegiftet hat.

Wenn ich ihr Ex wäre, dann hätte ich SIE wenigstens befriedigt.
Allein das jetzt in diesem Moment zu schreiben (verarbeitet habe ich das bisher noch nicht), treibt mir wieder Tränen in die Augen. Dies sagt SIE zu mir vor dem Hintergrund, dass ihr Ex SIE missbraucht hat. Auch wenn ich den Giftpfeil gerade herausziehe, spüre ich das große Loch, den er in meinem Herzen hinterlassen hat.

SIE liebt mich nicht. Später ergänzt um "SIE würde mich ja gern lieben".
Das müsste eigentlich Herzstillstand bedeuten, denn es gibt nichts mehr auf der Welt, das ich mehr liebe als SIE.

Da ist noch mehr. Die restlichen Pfeile ziehe ich zusammen raus. Und obwohl ich mich oft und von ganzem Herzen für den verdammten Antrag (mit dem ich es natürlich eigentlich nur gut gemeint habe) entschuldigt habe, macht SIE mir mehr als klar, dass er es (auch) ist, weshalb SIE sich heute für die Dämonen entschieden hat.

Mitten in der Diskussion (in die ich nie hätte einsteigen sollen) schläft SIE ein. Ich flenne und schluchze laut, aber kann mir gewiss sein, dass SIE es nicht hört. War es das? Es sind Dinge gesagt worden, die ich eigentlich nicht vergessen kann. Und die Gewissheit, dass SIE diese auch so gemeint hat, nagen an mir, dabei liebe ich doch SIE immer noch.

Es ist furchtbar kitschig, aber in dem größten aller sozialen Netzwerke gab es vor einem guten halben Jahr die Möglichkeit, Freunde mit Videos zu überraschen. Dazu wurden gemeinsame Bilder zu einer netten Musik und einem einfachen Text automatisiert zusammengeschnitten. SIE hat mir so eines damals geschickt. Und ich muss weinen, wenn ich es sehe. Wenn ich mich an die Momente erinnere, in denen diese Fotos gemacht wurden. Wenn ich den Blick in ihren Augen sehe (da war auf jeden Fall noch ganz viel Liebe drin) und an die gemeinsame Zukunft denke, so wie ich es seit über 2 Jahren immer tue, dann merke ich, dass ich SIE immer noch liebe.

SIE mich allerdings nicht (mehr). Sagt SIE zumindest. Oder die Dämonen sagen es. Ich weiß es nicht. Ich schaue mir das besagte Video jetzt noch einmal an und es löst die gleiche heftige Reaktion bei mir aus. Ich sehe gerade, heute ist Tag des Kusses. Ich hätte SIE heute so gern geküsst, als ich noch die Möglichkeit dazu hatte. Vielleicht wäre einiges dann anders gelaufen. Stattdessen sitze ich hier und weiß nicht mehr, wo oben und und unten ist. Und was jetzt passieren kann / sollte / muss.

P.S. Ich heule wirklich nicht so oft, wie es der Blog hier vielleicht vermuten lässt. Aber gerade geht es mir nicht gut. Und es geht auch nicht anders.
6.7.15 22:02
 
Letzte Einträge: Fast wären wir geflogen!, Von Haifilmen und alten Gewohnheiten, Die Rückkehr des zerdenkenden Kopfes, Bilder


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