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Rückblick: Eltern treffen (2)

Noch bevor ich ihre Eltern kennenlerne, aber nachdem ich schon einige ihrer Geschwister getroffen habe, macht SIE den Vorschlag, meine Mutter zu besuchen. Ich bin schwer angetan von der Idee, vor allem weil SIE von ihr kommt. Unsere Beziehung ist noch frisch, ich liebe SIE unglaublich und schwebe auf Wolke 7. Ein solcher Vorschlag zeigt mir, dass es ihr genau so geht. Und das macht mich in diesem Moment zu dem glücklichsten Mann auf diesem Planeten!

Ich bin nicht so aufgeregt, wie ich es wenige Wochen später sein werde, wenn ich ihre Eltern treffe, aber ein wenig angespannt bin ich schon. Bin ich zu alt dafür, es immer noch als etwas Besonderes zu empfinden, meiner Mutter die Frau, die ich liebe vorzustellen? Keine Ahnung, aber es ist so. SIE ist ziemlich entspannt auf dem Weg zu dem Haus, in dem ich aufgewachsen bin und bald stehen wir vor der Haustür und werden freundlich empfangen. Man beschnuppert sich (das gilt insbesondere, aber nicht nur für ihren Hund) und kommt schnell ins Gespräch. Wie sich herausstellt ist meine Mutter wohl die Person, die am aufgeregtesten ist. Sie plappert, erzählt Geschichten, die ich noch nie gehört habe, redet viel und ohne Punkt und Komma. Ich möchte ja, dass meine Mutter von meiner Freundin einen guten Eindruck bekommt, aber das gleiche soll natürlich auch andersherum funktionieren. Und weil meine Mutter gar nicht mehr aufhört über Verwandte zu erzählen, die SIE überhaupt nicht kennt, werde ich langsam unruhig.

Ich mache eine folgenschwere, witzig gemeinte Bemerkung, dass in amerikanischen Filmen in solchen Momenten dann gern mal das Fotoalbum mit den Kinderfotos herausgesucht wird, um den Sohn zu quälen. Ein klassischer Moment der (amerikanischen) Komödie, zumindest habe ich ihn schon oft gesehen. Man ahnt, was passieren wird: ich schaffe zwar was ich mir vorgenommen habe (den Redeschwall meiner Mutter zumindest etwas zu bremsen), aber wie der Zufall es so will, lag in einem Schrank ein Fotoalbum mit vielen "schönen" Kinderfotos von mir griffbereit. Und plötzlich bin ich Teil der Komödie. Na ja, immerhin haben die beiden Damen jetzt ein Thema, über das sie sich wirklich unterhalten können: mich. Und was für ein drolliges Kind ich doch war. Ich mache gute Miene zum (gar nicht so) bösen Spiel und lasse peinliche Kommentare zu ebenso peinlichen Fotos über mich ergehen. Was mir vordergründig peinlich und unangenehm ist, erfreut mich eine Schicht tiefer, denn SIE und meine Mutter verstehen sich gut. Da nehme ich die von mir selbst angestoßene Klischee-Szene gerne in Kauf.

Irgendwann fahren wir wieder und ich weiß, dass meine Mutter SIE ins Herz geschlossen hat. Ich glaube, dies beruht auf Gegenseitigkeit, denn SIE sagt mehrfach, dass SIE meiner Mutter bei ihrem Geplapper gern zugehört hat. Zu diesem Zeitpunkt weiß ich schon, dass mich nichts in der Welt davon abbringen könnte mit dieser Frau zusammen zu sein. Dennoch ist es schön, dass diese "Hürde" (so es denn überhaupt eine ist) genommen ist. Zu diesem Zeitpunkt stand mir das Zusammentreffen mit ihren Eltern noch bevor, doch das ist eine andere, bereits erzählte Geschichte.
13.9.13 13:21
 


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