SIE und ich
 



SIE und ich
  Startseite
    Rückblicke
    Aktuelles
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Freunde
   
    y-ghost

    exhausted
   
    schneckenschiss

    cateline
   
    kaputo

   
    ibiza-strand

   
    nikinyan

    - mehr Freunde


Letztes Feedback


http://myblog.de/kickdrumheart

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Rückblick: Eltern treffen (1)

Wir sind einige Wochen zusammen und es könnte kaum besser laufen. Die Zeit mit ihr ist wunderschön. Ich fühle mich geborgen, bin mit ihr einfach glücklich. Es gibt aber einen Moment, vor dem habe ich großen Respekt: das erste Treffen mit ihren Eltern! SIE meint es ernst mit mir, daher möchte SIE mich ihren Eltern vorstellen. Dies macht mich einerseits unfassbar froh, aber andererseits habe ich die Angst einen schlechten Eindruck zu machen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich bereits einen ihrer Brüder und ihre Schwester kennengelernt. Beides lief gut würde ich sagen, aber schon bei ihrer Schwester fiel es mir sehr schwer aufzutauen und war die ersten Minuten ziemlich verkrampft. Keine Ahnung warum, denn ich habe nur wenig Probleme, mich z.B. auf neue Geschäftspartner einzustellen. Aber das hier ist eine Herzensangelegenheit, die mir viel wichtiger ist, als mein kleines Unternehmen.

Eines Sonntags ist es dann soweit: als Treffpunkt haben wir ein Restaurant vereinbart. Es war ihre Idee und ich bin ihr dankbar, denn so trifft man sich auf neutralem Terrain und nicht im Haus ihrer Eltern. Dennoch bin ich sehr aufgeregt. Was werden sie von mir halten? SIE hatte in der Vergangenheit mehr als Pech mit ihren Ex-Freunden. Das Wort "Pech" trifft nicht ansatzweise, was meiner großen Liebe widerfahren ist. Diese Tatsache setzt mich noch mehr unter Druck. Ich befürchte unter besonderer Beobachtung zu stehen.

Wir sitzen im Auto, sind auf dem Weg ins Restaurant. Ich habe schweißnasse Hände und hoffe, dass ich ein halbwegs passendes Ensemble aus meinem Kleiderschrank gefischt habe. SIE ist auch nervös. Ich denke, ich bin ihr so wichtig, dass SIE auch möchte, dass ich einen guten Eindruck mache. Angespannt fahren wir so dahin und kommen sehr frühzeitig an. Ihr Vater reagiert wohl sehr allergisch auf Verspätungen. So, wie SIE es formuliert, lässt es ihn in meinem Kopf wie eine sehr strenge Person erscheinen. An ihrem Auto rauche ich schnell noch eine Zigarette, passe auf, dass ich nicht erwischt werde. Komisch, ich fühle mich ein bisschen zurückversetzt in meine Schulzeiten, als ich mich lieber nicht von einem Lehrer beim Rauchen erwischen lassen wollte.

Sie sind da, ihr Bruder, den ich schon kenne ist auch dabei. Die Begrüßung ist herzlich. Auf ins Restaurant. Es ist schick, aber ich fühle mich zum Glück nicht underdressed. Das hätte meinem Nervenkostüm wohl den Rest gegeben. Ich warte nur darauf, dass das Kreuzverhör beginnt: was mache ich beruflich? War ich schon mal verheiratet? Sind meine Absichten ehrenhaft? So oder so ähnlich habe ich erwartet, durchleuchtet zu werden und halb formulierte Antworten schwirren schon in meinem Kopf herum, doch es passiert nicht. Ich warte verkrampft auf die Einschläge, doch sie kommen nicht. Das Essen ist sehr angenehm, ihre Eltern sind genau so nett, wie ihre Geschwister. Das fällt mir sofort auf, doch nach dem leckeren Mahl, nach einer ebenso herzlichen Verabschiedung, als wir wieder in ihrem Auto sitzen merke ich, wie die Anspannung abfällt. Sie war so groß, dass ich Muskelkater in den Unterarmen habe. Das kenne ich von mir nur aus stressigen Prüfungssituationen. Genau genommen hatte ich eine solche ja auch erwartet. Obwohl SIE an dem Nachmittag bestimmt ähnlich angespannt war, wie ich selbst, hat SIE mir auch sehr geholfen, meine Nervosität zu bekämpfen, denn SIE war da für mich. Unter dem Tisch streichelt SIE mein Knie oder nimmt meine Hand. Das gibt mir unglaublich viel Kraft und erinnert mich gleichzeitig daran, warum ich dies meinem Nervenkostüm antue. SIE macht mich stärker. Wenn wir zusammen sind, kann uns nichts passieren. Das ist immer wieder ein tolles Gefühl!

Mittlerweile habe ich ihre Eltern schon mehrfach getroffen und mag sie wirklich sehr. Das gleiche gilt für ihre Geschwister. Dass man vor dem Treffen der potenziellen Schwiegereltern Respekt hat, ist wohl natürlich, doch die extreme Anspannung, die ich empfunden habe, war übertrieben und unnötig. Ach ja: bei einem weiteren Familientreffen, dem ich beiwohnen durfte (mittlerweile komme ich nicht nur besser damit klar, sondern freue mich tatsächlich darauf) ist mir etwas Peinliches passiert. Aber darum soll es hier nicht gehen. Nur so viel: ich hätte im Erdboden versinken können, doch SIE war wieder an meiner Seite. Das hat mir sehr geholfen. So, wie SIE es immer tut. Einfach nur, weil es SIE gibt und an meiner Seite ist.
3.9.13 15:15
 
Letzte Einträge: Fast wären wir geflogen!, Von Haifilmen und alten Gewohnheiten, Die Rückkehr des zerdenkenden Kopfes, Bilder


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung