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Rückblick: Auf den Hund gekommen

Ich wollte schon lange einen Hund haben. Zumindest denke ich das. Insbesondere in den Zeiten meines Lebens, die ich allein verbracht habe, hatte der Gedanke eines treuen Gefährten etwas Einladendes. Ich habe mich informiert, welche Rassen in Frage kämen für mich als blutigen Anfänger, doch so wie sich wohl viele Menschen übereilt ein Haustier anschaffen, nur um es später einem Tierheim, oder noch schlimmer einer Autobahnraststätte anzuvertrauen, war ich eher übervorsichtig. Ich konnte mich nie dazu durchringen, mir wirklich einen Hund anzuschaffen. Die Gründe waren immer die selben: kann ich den Bedürfnissen eines Tieres gerecht werden? Habe ich genug Zeit? Bin ich überhaupt der richtige Typ dafür? All diese Fragen, die ich mir selbst stellte, führten dazu, dass ein Hund eher Wunschtraum oder unerledigter Plan blieb, als Realität zu werden.

Als ich SIE kennenlernte, war mein Drang, einen Hund zu haben eher gering. Ich habe schon mehrfach geschrieben, dass ich mich sehr schnell und sehr intensiv in SIE verliebt habe. Das Gefühl war (und ist es immer noch) so stark, dass viele meiner Gewohnheiten, Marotten oder auch Wunschträume in den Hintergrund getreten sind. SIE hat einen Hund. In den ersten Wochen, in denen wir uns kennenlernten, war er (also genau genommen ist es eine sie) bei ihren Eltern und irgendwann war es so weit, dass ich auch ihre treue Gefährtin kennenlernen sollte. Obwohl ich mich grundsätzlich als sehr hundeaffin bezeichnen würde, war ich sehr aufgeregt vor dem ersten Treffen. Was, wenn ich mit der Hündin, die meiner Freundin so viel bedeutet, nicht zurechtkam? Oder noch schlimmer: was, wenn die Hündin nicht mit mir klarkam? Ich schwebte so sehr, war so glücklich und verliebt, dass ich ehrlich ein bisschen Angst hatte. Mein Gefühl sagte mir, dass unsere noch junge Beziehung daran kaputtgehen könnte, wenn ich und die Hündin nicht zusammenfinden würden.

Dann der Tag der ersten Begegnung. SIE kommt mit ihrer Hündin vorbei und es klingelt. Ich bin aufgrund der beschriebenen Überlegungen aufgeregt. Nicht so aufgeregt, wie bei unserem ersten Treffen, aber mein Herz schlägt dennoch beachtlich. Es klingelt, ich öffne die Haustür und stehe im Türrahmen meiner Wohnung. Meine Hände sind feucht. Ich höre SIE und zusätzlich schnelles Getrippel im Treppenhaus. Bevor ich SIE sehe, sehe ich ihre Hündin. Wenn ich diesen Moment recht rekonstruiere gab es gar keine Berührungsängste. SIE springt an mir hoch, beschnuppert mich aufgeregt und wedelt mit dem Schwanz. Wenige Augenblicke später, steht auch die Frau meines Lebens in meiner Wohnung und ist wohl auch etwas neugierig, wie ich mich mit der Hündin vertrage. Alles läuft gut.

Im Nachhinein waren meine Sorgen absolut unbegründet. Zwar benehme ich mich wohl in den ersten Tagen etwas zurückhaltend gegenüber der Hündin (sagt SIE mir zumindest), aber ich hatte schließlich noch nie einen Hund. Insofern tue ich das unbewusst. Ich muss sagen, dass ich mit der Hündin genau so viel Glück hatte, wie mit ihrem Frauchen. Es ist ein sensationeller Hund: witzig, lieb, aufgeweckt, verspielt, verschmust. Sie hat mich genau so schnell in ihr Herz geschlossen, wie ich sie. Das denke ich zumindest. Sie ist so toll. Obwohl sie mich mag und ein offenes Wesen hat, ist SIE sehr auf ihr Frauchen fixiert. Als SIE in meiner Gegenwart mal in Tränen ausbrach, als SIE mir von ihrer schlimmen Vergangenheit erzählte, kam die Hündin sofort zu ihr und schleckte ihr die Tränen aus dem Gesicht. Das kann man vielleicht eklig finden. Ich nicht (obwohl ich mich nicht gern im Gesicht ablecken lasse). Als ich dies sah, wurde mir schlagartig klar, wie wichtig die Hündin für meine Freundin ist. SIE hatte in ihr einen treuen Begleiter gefunden, der fest und unerschütterlich zu ihr stand, auch in den dunkelsten Stunden. Das machte mich schlagartig traurig und gleichzeitig sehr froh. Nicht, dass ich es je vorgehabt hätte, aber ich würde mich nie zwischen SIE und ihre Hündin drängen. Diese beiden waren immer füreinander da. Ich will auch für SIE (also eigentlich die beiden) da sein, aber ich bin froh, dass SIE auch vor mir Jemanden hatte, der ihr nie von der Seite wich.

Ich weiß, ich komme ins Schwärmen: Die Hündin ist so ein tolles Tier. An den meisten Tagen, in denen alles gut läuft kommt es mir wie eine kleine Familie vor, die ich da habe. Wir wollen später heiraten und Kinder haben, ich gehöre also nicht zu den Leuten, die Hunde als Kinderersatz sehen. Doch genau wie SIE, hat es die Hündin innerhalb kürzester Zeit in mein Herz geschafft. Wir gehören zusammen. Bin ich allein (wie ich es jetzt im Moment bin, aber das ist eine andere Geschichte), dann fehlt mir etwas. Ich schaue unwillkürlich, ob die Hündin an ihrem Platz liegt. In dem Moment, in dem ich registriere, dass ich allein in meiner Wohnung bin, werde ich instinktiv trauriger. Wenn ich mit den beiden zusammen bin, ist es vielleicht keine vollwertige Familie, aber eine ausbaufähige Vorstufe. So nah war ich noch nie an einer eigenen Familie und es fühlt sich jetzt schon verdammt gut an!
6.8.13 18:34
 
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