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Rückblick: Küchenhilfe

Ich bin kein guter Koch. Das ist ein Fakt. Nicht, dass ich kein Interesse daran hätte. Im Gegenteil, ich bewundere Menschen, die aus den verschiedensten Zutaten leckere Dinge zaubern können. Ab und an habe ich mich auch darin versucht mit maximal akzeptablem Erfolg. Es ist keine Überraschung, wenn ich sage, dass ich meist nie die Muße hatte, ganz allein für mich zu kochen. In Kombination mit spätem Nachhausekommen von der Arbeit führte dies regelmäßig dazu, dass ich mich von Brötchen oder Brot ernährte.

Doch das ist jetzt anders, denn SIE ist nicht nur wunderschön, bezaubernd, intelligent und ein durch und durch guter Mensch, nein, SIE kann ganz hervorragend kochen. In der Zeit, die wir mittlerweile zusammen verbracht haben, haben wir schon öfter gekocht, als ich es je allein getan habe. Und jedes Mal war das Ergebnis absolut umwerfend! Egal, ob es asiatisch, italienisch oder amerikanisch war: das Essen schmeckte mir richtig lecker! SIE hat in so vielen Beziehungen richtig viel auf dem Kasten, das gilt selbstverständlich auch für ihre Kochkünste!

Doch der Genuss des Essens ist nur die halbe Miete. Mindestens genauso wichtig ist die Zubereitung, bei der ich SIE unterstütze. Mehr als Handlangerdienste verrichte ich dabei zwar nicht, aber das ist schon ok. Bei der Operation Kochen ist SIE der Kopf und ich folge ihr als ausführendes Organ. Dies tue ich sehr gern und es macht Spaß, auch wenn SIE manches Mal in einen knackigen Befehlston verfällt. Ich muß gestehen, dass ich mich erst daran gewöhnen musste. Wenn wir nicht kochen, ist SIE dankbar und glücklich über wohlmeinende Ratschläge von mir. Ich bin gern ihre starke Schulter und SIE lehnt sich gern an. So sagte SIE mir schon mehrfach, dass ich ihr wirklich hilfreiche Tipps gegeben habe. Dabei ging es aber eher um alltägliche Dinge ihres Lebens, bei denen ich ihr einfach nur einen kleinen Schubs in die (meiner Meinung nach) richtige Richtung gegeben habe. Meine Ratschläge bestanden meist daraus, dass SIE einfach an sich und ihre Fähigkeiten glauben soll. Beim Kochen verhält sich das ganz anders. Unterwürfig nehme ich da ihre Kommandos entgegen und bemühe mich, diese so gut wie möglich umzusetzen. Aber das ist schon ok so, schließlich bin ich absoluter Anfänger und SIE zaubert wie ein Profi die tollsten Geschmäcke aus dem Ärmel.

Ich will hier auch nicht übertreiben. Es ist nicht so, dass SIE mich immer herumkommandiert. Nein, oft genug unterhalten wir uns, während wir an unserem gemeinsamen Essen arbeiten. Ich liebe es, ihr zuzuhören, mit ihr zu diskutieren. SIE ist so geistreich, clever, witzig und bezaubernd, dass die Zeit verfliegt und sogar eher nervige Aufgaben im Nu erledigt sind. Und wenn ich dann doch mal einen Tag erwische, an dem SIE mich mit kurzen und knappen Kommandos in der Küche herumscheucht, dann versuche ich es zu ignorieren. Dann denke ich mir, dass SIE es vielleicht auch mal genießt, mich zu führen. Die Person, die ihr immer wieder (auch ungefragt) Ratschläge gibt, die ihr helfen sollen. Mit diesen Gedanken im Kopf folge ich ihren Anweisungen und füge mich in meine Rolle.

Aber auch an diesen Tagen genießen wir eine wundervolle Mahlzeit zusammen. Spätestens, wenn wir auf dem Balkon oder am Küchentisch sitzen und uns einen "Guten Appetit" wünschen, dann hat auch der Kommandoton ausgedient. Und weil ich so stolz bin, bei so tollen Gerichten beteiligt zu sein, wird fast jedes fotografiert und bei Facebook hochgeladen. Ich weiß, es ist albern, aber es fühlt sich gut an. Wie um die letzten, koch- und lieblosen Jahre nachzuholen, besteht meine Timeline im Moment vorwiegend aus vielen schönen Bilden von Tellern mit ihren unglaublich leckeren Inhalten. So manches Mal, kurz vor der Mittagspause, wenn der Hunger am größten ist, dann schaue ich mir die Bilder in meinem Profil an. Jedes dieser Bilder steht nicht nur für ein kulinarisches Erlebnis, sondern auch für einen tollen Abend mit ihr. Ich glaube, wir werden noch sehr oft zusammen kochen und ich glaube, ich werde nach und nach auch viel besser darin, aber eins weiß ich auch genau: SIE wird in der Küche immer die Hosen anhaben und ich werde ihr treu folgen! Und das ist genau richtig so!

Während ich das schreibe, bemerke ich, dass mein Magen angefangen hat zu knurren. Ich denke unwillkürlich an ein leckeres asiatisches Gericht mit Hühnchenfleisch, Reis und Nüssen. Und ich denke an den Abend, an dem wir es zusammen zubereitet und dann genossen haben. Keine Überraschung: es war unglaublich lecker! An diesem Abend gab es übrigens keine Kommandos. Mein Magen reagiert mit einem noch stärkeren Knurren auf diese Erinnerung. Mein Herz schlägt ebenfalls schneller, denn ich denke natürlich auch an SIE. Ob wir heute Abend zusammen kochen? Ich weiß es noch nicht, aber das würde sowohl Herz und Magen besänftigen. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf unsere nächste Kochstunde!
4.7.13 13:29
 
Letzte Einträge: Von Haifilmen und alten Gewohnheiten, Die Rückkehr des zerdenkenden Kopfes, Bilder, Es schlägt noch, (Digitale) Reise in die Vergangenheit, Endspurt


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