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Vergiftete Herzpfeile am Tag des Kusses

Ich sitze hier und heule. Wie ein Schloßhund. Ich bin da nicht stolz drauf, aber es ist so. SIE schläft Dämonenschlaf. Aber vorher gab es noch Streit. Wobei: ist das überhaupt das richtige Wort? SIE versucht den Dämonen abzuschwören, doch bei diesem Rückschlag dabei wollte ich anders reagieren. Besser. Wollte mit ihr reden, ganz in Ruhe. Solange es noch geht. Wollte verstehen, wieso. Nicht sauer sein, sondern verständnisvoll.

Ich sollte noch erwähnen, dass wir gestern schick essen waren. Also für unsere Verhältnisse relativ schick. Überlegungen, denen ich jetzt gerade nicht mehr folgen möchte, haben mich dazu veranlasst einen riesigen Fehler zu begehen. Ein ungelenker Heiratsantrag, der fürchterlich in die Hose gegangen war. Wenn ich es könnte, dann würde ich ihn gern ungeschehen machen. Kann ich leider nicht. Das war ein riesiger Fehler, der mir wahnsinnig leid tut und ganz allein auf meinem Mist gewachsen ist.

Das Resultat meines heutigen Verstehenwollens waren aber Giftpfeile. Eine Menge. Mitten ins Herz. Und die haben alle gesessen. Während SIE also schläft, ziehe ich einen nach dem Anderen aus meinem Herzen heraus. Drin bleiben können sie ja nicht.

Ich bin zu faul.
Kleine Wunde.

Ich bin zu fett.
Etwas größere Wunde, tut etwas weh, kann ich aber verstehen.

Ich bin so ganz allgemein der Grund, warum es ihr schlecht geht und warum SIE den dämonischen Rückfall hatte.
Klaffende Wunde, riesiger Schmerz. Einer der Gründe, warum ich hier heule.

Mit dem Arzt, mit dem SIE eigentlich über ihre Dämonen sprechen will, redet SIE stattdessen "nur" schlecht über mich.
Autsch, der hat auch so richtig gesessen. Mein Herz blutet mittlerweile ganz schön.

Ich bin wie ihr Ex (der direkt aus der Hölle stammt und der ihr wirklich übel mitgespielt hat), weil ich z.B. gern über die Anschaffung eines größeren Autos rede (wohlgemerkt wirklich nur REDE), in dem wir alle (ich, SIE und der Hund) zusammen fahren können, obwohl es finanziell gerade schlecht aussieht.
Tiefe Wunde. Richtig tief. Denn ich will nichts mit diesem Abschaum von einem Menschen zu tun oder gemeinsam haben (das weiß SIE auch).

Ich bin ein Einzelkind, so ähnlich wie ihr Ex und man würde uns das beiden anmerken.
Noch mal richtig tief. Mein Herz ist ziemlich perforiert, aber es stecken immer noch Pfeile drin.

Meinen Wunsch, dass wir in einem Bett zusammen schlafen interpretiert SIE so, dass ich meinen "Pimmel an ihr reiben will".
Bisher der schlimmste Treffer von allen. Ich kann immer noch nicht glauben, was SIE mir da entgegengegiftet hat.

Wenn ich ihr Ex wäre, dann hätte ich SIE wenigstens befriedigt.
Allein das jetzt in diesem Moment zu schreiben (verarbeitet habe ich das bisher noch nicht), treibt mir wieder Tränen in die Augen. Dies sagt SIE zu mir vor dem Hintergrund, dass ihr Ex SIE missbraucht hat. Auch wenn ich den Giftpfeil gerade herausziehe, spüre ich das große Loch, den er in meinem Herzen hinterlassen hat.

SIE liebt mich nicht. Später ergänzt um "SIE würde mich ja gern lieben".
Das müsste eigentlich Herzstillstand bedeuten, denn es gibt nichts mehr auf der Welt, das ich mehr liebe als SIE.

Da ist noch mehr. Die restlichen Pfeile ziehe ich zusammen raus. Und obwohl ich mich oft und von ganzem Herzen für den verdammten Antrag (mit dem ich es natürlich eigentlich nur gut gemeint habe) entschuldigt habe, macht SIE mir mehr als klar, dass er es (auch) ist, weshalb SIE sich heute für die Dämonen entschieden hat.

Mitten in der Diskussion (in die ich nie hätte einsteigen sollen) schläft SIE ein. Ich flenne und schluchze laut, aber kann mir gewiss sein, dass SIE es nicht hört. War es das? Es sind Dinge gesagt worden, die ich eigentlich nicht vergessen kann. Und die Gewissheit, dass SIE diese auch so gemeint hat, nagen an mir, dabei liebe ich doch SIE immer noch.

Es ist furchtbar kitschig, aber in dem größten aller sozialen Netzwerke gab es vor einem guten halben Jahr die Möglichkeit, Freunde mit Videos zu überraschen. Dazu wurden gemeinsame Bilder zu einer netten Musik und einem einfachen Text automatisiert zusammengeschnitten. SIE hat mir so eines damals geschickt. Und ich muss weinen, wenn ich es sehe. Wenn ich mich an die Momente erinnere, in denen diese Fotos gemacht wurden. Wenn ich den Blick in ihren Augen sehe (da war auf jeden Fall noch ganz viel Liebe drin) und an die gemeinsame Zukunft denke, so wie ich es seit über 2 Jahren immer tue, dann merke ich, dass ich SIE immer noch liebe.

SIE mich allerdings nicht (mehr). Sagt SIE zumindest. Oder die Dämonen sagen es. Ich weiß es nicht. Ich schaue mir das besagte Video jetzt noch einmal an und es löst die gleiche heftige Reaktion bei mir aus. Ich sehe gerade, heute ist Tag des Kusses. Ich hätte SIE heute so gern geküsst, als ich noch die Möglichkeit dazu hatte. Vielleicht wäre einiges dann anders gelaufen. Stattdessen sitze ich hier und weiß nicht mehr, wo oben und und unten ist. Und was jetzt passieren kann / sollte / muss.

P.S. Ich heule wirklich nicht so oft, wie es der Blog hier vielleicht vermuten lässt. Aber gerade geht es mir nicht gut. Und es geht auch nicht anders.
6.7.15 22:02


16

Eigentlich dachte ich lange Zeit, dass ich diesen Blog nie wieder füttern würde, denn auch wenn er wunderbare Momente dieser Beziehung dokumentiert, so ist er doch geprägt von den dunklen Momenten. Und die waren weg. Zusammen mit ihren Dämonen haben sich diese dunklen, bedrohlichen Episoden verzogen. Für immer dachte ich, aber es waren respektable 16 Wochen.

Ein langer, aber eben auch endlicher Zeitraum. Es war toll, SIE so aufblühen zu sehen. Pur und wunderschön.

Aber nun sitze ich hier, musste schon etwas überlegen, wie das Passwort noch mal war. Denn die Dämonen sind zurück. Nach 16 Wochen, dafür heute den dritten Tag am Stück. Ich kann nicht mit ihr reden, also lese ich in ihrem Blog, der mir etwas von ihrer Seele zur Verfügung stellt (zum Glück hat Seele kein Verfallsdatum, denn die meisten Beiträge sind mehrere Jahre alt).

Und da lese ich etwas, von dem SIE mir schon mal erzählt hat. SIE hatte es in ihrer Vergangenheit schon mal über einen längeren Zeitraum mit ihren Dämonen aufgenommen. Und der Beitrag, den ich da finde lässt mich erschaudern. Dort schreibt SIE nämlich, dass sie gerade 16 Wochen geschafft hat. Und dass sie sich nicht sicher ist, ob sie sich wieder mit ihren Dämonen einlassen will. Die Geschichte (von der ich einen Teil mitgemacht habe) hat bewiesen, dass SIE dafür entschieden hat, sich wieder mit ihren dämonischen Peinigern abzugeben.

16 Wochen. Was ist dran an dieser Marke? Ich weiß, wie viel Kraft und Willen SIE benötigt hat, so lang durchzuhalten. Und SIE hat dies schon einmal geschafft. Mir schießen gerade Tränen in die Augen, ich muß abbrechen, denn mein Büronachbar muss das alles nicht mitbekommen.

Ihr damaliger Partner konnte ihr nicht helfen, aus der 16 eine 17, 18, 35,… zu machen und ich konnte es auch nicht. Ich schäme mich für meine Tränen und dass ich geglaubt habe, dass es "einfach" immer so weitergehen würde. Denn "einfach" waren diese 16 Wochen sicher nicht.
17.6.15 14:40


Was so passiert ist

Lange hab ich nichts mehr geschrieben hier. Nein, wir haben uns nicht getrennt. Ich hatte einfach keine Energie mehr dafür. In der Zwischenzeit ist viel passiert, aber es hat sich nichts geändert.

Es gab ganz schlimme Wochen, in denen ich spät von der Arbeit nach Hause kam und SIE war schon nicht mehr SIE selbst. Und das teilweise 5-6 Tage die Woche. Gefolgt wurde diese Zeit von einem Hoffnungsschimmer in Form von professioneller Hilfe. Doch der erhoffte Effekt blieb aus, denn SIE gab sofort zu verstehen, dass SIE das nur für mich und Verwandte macht, nicht für sich selbst. Dann gab es fast direkt im Anschluss einen wirklich nötigen und schönen Urlaub. Die Dämonen blieben zu Hause und zwar die ganze Woche. Eine Woche, in der ich von einer gesunden gemeinsamen Zukunft träumen konnte und zwar zusammen mit würziger Seeluft, viel Sonne und "normaler" Zweisamkeit.

Danach schlugen die Dämonen aber ungerührt wieder zu. Wir kamen an einem Samstag zurück und die Dämonen auch. Auch der Sonntag war fest in deren Hand. Ich habe immer noch nicht aufgegeben und so versuche ich immer noch positiv auf SIE einzuwirken. Dies wurde mir mit Dingen gedankt, die zwar im dämonisierten Zustand gesagt wurden, aber zweifelsohne so gemeint waren. Das darauf folgende Wochenende war das zurückliegende und ging so weiter wie das zuvot.

Zu den schlimmsten Dingen, die SIE mir an den Kopf geworfen hat gehört Folgendes:

1.) Wenn wir nicht mehr zusammen wären, dann "müsste" SIE nicht mehr zu meiner Mutter fahren.

Meine Mutter hat SIE unglaublich in ihr Herz geschlossen. SIE hat ihr sogar zu Weihnachten ein Familienerbstück geschenkt und davon haben wir wirklich nicht viele. Meine Mutter ist im Moment aber ziemlich schlecht zurecht und daher auf unsere Hilfe angewiesen. SIE hat mich dabei eigentlich immer gut unterstützt, aber die Art und Weise, wie SIE das gegen mich (eigentlich gegen mich und meine Mutter) eingesetzt hat, hat mich sehr verletzt.

2.) Der Sex mit mir macht keinen Spaß weil ich zu fett bin.
Das mag sogar stimmen. An meinen Fähigkeiten als Liebhaber habe ich sowieso immer gezweifelt. Zu unförmig und zu massig ist mein Körper und so richtig gut bestückt bin ich auch nicht. Aber auch so etwas bekommt man nicht gern gesagt, wenn es mir eigentlich nur darum geht, SIE von ihren Dämonen loszubekommen. Wahrscheinlich wollte SIE mich damit "nur" verletzen, um mich ruhig zu stellen, aber ich gehe davon aus, dass SIE genau das denkt.

3.) SIE ist meine einzige Chance eine Beziehung zu führen

Anders formuliert: ich bekomme sonst keine ab. Ich dachte erst, ich hätte mich verhört. Auf Nachfrage bestätigte SIE dies und wurde konkreter. Mein Interesse an Videospielen und Filmen macht mich (offensichtlich) völlig unattraktiv. Um dies zu unterstreichen zeigte SIE mit ausladender Geste auf eine Wand in meinem Wohnzimmer (4 schmale Schränke gefüllt mit Blu-Rays und ein Fernseher befinden sich dort). Auch dies sagte SIE in dem Moment nur um mich zu verletzen. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass SIE das auch genau so sieht. SIE oder keine. Das erklärt auch, dass SIE mit jedem Dämonenexzess unsere Beziehung aufs Spiel setzt. SIE befürchtet nämlich nicht, dass es mir irgendwann mal zu viel wird, da ich ja "keine Andere abbekomme".

Andere "Nettigkeiten" waren unter Anderem, dass SIE sich in unserer Wohnung nicht wohl fühlt oder auch die Aufforderung, doch mit ihrer Schwester zu schlafen. Einiges davon wurde mit der lapidaren Bemerkung "ich hoffe du weisst, dass ich nicht alles so gemeint habe, da ich gerade mit meinen Dämonen tanze" wieder halb zurückgenommen.

Das (also mein) Problem ist, dass ganz viele dieser Dinge Sachen sind, die man eigentlich nicht zurücknehmen kann. Und man kann sie genauso wenig einfach so vergessen. Viele dieser Dinge machen auch einfach Sinn. Also die Tatsache, dass dies tatsächlich ihre Meinung ist. Und das ist meilenweit davon entfernt, was SIE schon zu mir gesagt hat. Ich war schon mal das Beste, was ihr passieren könnte. Ohne mich wüsste SIE nicht, was SIE tun würde. Ja verdammt, zu Beginn unserer Beziehung hat SIE es geschafft, dass ich mich attraktiv fühlte. Das ist mir vorher noch nie passiert. Zumindest nicht so richtig. Aber das kommt mir mittlerweile vor wie ein vergangenes Leben.

Gestern und heute komme ich spät (vor allem heute) von der Arbeit nach Hause und SIE erwartet mich dämonisiert auf dem Sofa, obwohl es in der Woche ist und SIE Termine und Verpflichtungen hat. Also eigentlich erwartet SIE mich nicht. SIE liegt mit dem Laptop auf dem Sofa, schaltet im Fernsehen herum und zeitweise schreibt SIE parallel noch auf ihrem Handy und dem Laptop mit Jemandem. Für mich bleibt da nicht mehr viel Aufmerksamkeit übrig. Und das war dann auch der Grund (und Gelegenheit), meinen noch warmen Laptop wieder aufzuklappen und diese Zeilen zu tippen.

Ich weiss schon lange nicht mehr, was ich tun soll. Ich weiss wohl, dass das nicht mein Alltag werden soll und kann. Hätte ich zur Zeit nicht eine sowieso schwierige Zeit, könnte ich die Situation besser ertragen. Aber der Blick in ihre Gedanken und die Kaltblütigkeit mit der SIE dies vorgetragen hat, macht es noch schwieriger für mich. Außerdem ist "ertragen" nicht mein Maßstab für eine Beziehung und mein Ziel für die Zukunft. Und vielleicht hat SIE ja recht und ich "bekomme keine Andere ab". Wer weiss? Dass ich nicht wirklich ein Frauentyp bin, wusste ich schon vorher. Nur was bedeutet das für mich? Soll ich mich damit abfinden und ihr einfach weiter bei ihrer Selbstzerstörung zusehen? Ohne meine "langen Tiraden", die SIE schon lange nicht mehr erreichen und im Zweifel zu abgefeuerten Bösartigkeiten führen? Ich würde mich als bescheiden bezeichnen, aber ich habe Selbstachtung, deswegen kommt das für mich nicht in Frage. Sorry, jetzt gibt es keinen positiven Ausblick. Dafür liegen mir die gesagten Dinge, der gestrige und heutige Abend zu schwer im Magen.
10.9.14 21:28


Kaputt

Das Ende der Fahnenstange ist so gut wie erreicht. Was danach kommt, weiß ich nicht. Ich ahne nur, dass etwas kaputt gehen wird. Ich? Oder die Beziehung? Oder die Liebe? Keine Ahnung.

Lügen, unfaire Argumente, die zur Legitimierung der Dämonen gelten. Manchmal halte sogar ich her, damit SIE wieder Dämonen konsumieren kann. Mehrere "letzte Versuche" habe ich angestoßen. Denn ich weiß, ich will keine Dämonen (mehr) in der Beziehung. Und ich weiß, dass ich das nicht mehr lange aushalte. Keiner dieser Versuche funktioniert.

Der letzte (mal wieder vielversprechende) Versuch wird nach gerade mal 2 Tagen torpediert. Kauderwelsch in meinem Skype macht mich stutzig. Danach wird für mehrere Minuten getippt. Was genau weiß ich nicht. Was dann bei mir ankommt ist der gewohnte Schlag vor meinen Kopf. Würde ich hier allein im meinem Büro sitzen, würde ich mir wohl wirklich etwas vor den Kopf schlagen. So tief sitzt meine Frustration. Stattdessen lasse ich das Gift auf diesem Weg heraus und gieße es in Worte, die unzureichend sind, meine Gefühlslage zu beschreiben. So zeitnah habe ich schon lange nicht mehr geschrieben, der zerstörerische Satz erreichte mich vor 20 Minuten.

Was ich brauche: Liebe, Unterstützung und eine zuverlässige Schulter. Im Moment brauche ich das mehr denn je. Stattdessen lebt SIE mir vor, dass ich mit ihren Dämonen leben muss. Ihr Verhalten, ihre Aussagen klingen nicht mehr, als wäre es in ihrer Hand, sich von den Dämonen loszusagen. Hoffnungslosigkeit macht sich bei mir breit. Meine Nemesis. Keiner mag sie, aber ich komme mit ihr schlechter klar, als viele andere. Ohne Hoffnung funktioniere ich nämlich einfach nicht.

So sitze ich hier, muss mich gleich wieder auf die Arbeit konzentrieren irgendwie und eigentlich will ich dann dringend nach Hause. Meinen beschädigten Akku wieder etwas laden. Nach ihrer Nachricht will ich auch das nicht mehr wirklich. Ich weiß nicht mehr, was ich will. Ich will nicht hier im Büro bleiben, aber nach Hause will ich auch nicht wirklich. So nicht.

Es geht mir gerade gar nicht gut.
27.6.14 15:22


Süße Tränen

Bei den ganzen harten Themen, die ich mit ihr diskutiere, die ganzen eiskalten Kämpfe, die ich mit ihr und ihren Dämonen führe, vergesse ich manchmal ein wenig, was für ein süßer, wunderbarer, anbetungswürdiger Mensch SIE doch ist. Nicht, dass ich daran Zweifel hätte, aber die Diskussionen und Rückschläge sind meist so bitter, dass sie den Kern bedecken, ihren Kern. Und dieser Kern ist der Grund, warum ich SIE so liebe. Manchmal gibt es Momente, die SIE vermutlich gar nicht bemerkt, die mir wieder ihren durch und durch kostbaren Kern vor Augen halten. Gerade war wieder so ein Moment.

Eines ihrer Lieblingsbücher ist "Die Brüder Löwenherz" von Astrid Lindgren. Ein teilweise trauriges und anrührendes Kinderbuch, von dem SIE mir schon ein paar Mal erzählt hat. Wir kommen gerade vom Grillen bei Freunden und durch Zufall entdecken wir, dass eine Verfilmung des Romans im Fernsehen läuft. Weil SIE es gern möchte, schaue ich ihn mit ihr. Die Stelle, von der SIE mir schon mal erzählt hat, die Stelle, die SIE am meisten beeindruckt hat, ist der Beginn des Films. SIE liegt neben mir auf der Couch und ich höre ein leises Schluchzen. SIE weint. SIE sagt schnell, dass SIE nicht traurig ist, sondern einfach mal wieder weinen möchte. Das klingt jetzt vermutlich nicht spektakulär, aber es rührt mich zutiefst. SIE ist ein so wunderbarer und feingeistiger und sensibler Mensch. In der Szene geht es darum, dass der Junge Jonathan sein Leben für seinen kleinen, todkranken Bruder Krümel opfert. Und das hat SIE schon immer zutiefst berührt. Und dass ihr jetzt wegen dieser Szene die Tränen über die Wangen fließen berührt mich genauso. SIE merkt gar nicht, dass meine Augen ebenfalls volllaufen.

Unser Alltag besteht oft aus harten Themen, Dingen, die aussichtslos und trostlos erscheinen. Für SIE und für mich. SIE bei einem Kinderfilm weinen zu sehen, wohlgemerkt "gutes" Weinen, lässt diese harten Diskussionen um Dämonen und dass SIE sie unbedingt verbannen muss, für einen Augenblick in den Hintergrund treten. In diesem Moment ist SIE das 10jährige Mädchen (das ich gar nicht kenne), das mit dem Buch auf ihren Knien weinen muss. Ein Mädchen, das noch gar nicht genau weiß, was es mit diesen Dämonen auf sich hat, das in ihrem Leben noch nichts Schlimmes erlebt hat. Ich mag dieses Mädchen und ich liebe die Vorstellung, dass SIE sich in diesem Moment in eine unschuldige Zeit zurückdenkt.

Ich musste diesen Moment unbedingt festhalten, aber ich gehe jetzt wieder zu ihr aufs Sofa und hoffe, dass SIE noch ein wenig in ihrer eigenen Vergangenheit und Unschuld verweilen kann. Diesen Seelenfrieden hat SIE sich verdient. Eigentlich dauerhaft, aber wenn es immerhin 90 Minuten Seelenfrieden sind, dann ist das zumindest ein Anfang. Hoffentlich haben ihre Dämonen bald ein Einsehen und lassen das 10jährige, unschuldige Mädchen im Inneren meines Schatzes in Ruhe. Ich würde alles, wirklich alles dafür geben!
9.6.14 00:29


Solche und solche Tage

Der letzte Eintrag hier endete auf einem Hoch. Danach schrieb ich hier nichts mehr. Auch, weil SIE negative Einträge als Vorwürfe auffasst. "Eintragung ins Klassenbuch" oder so… Die Wochen danach waren dann auch ein einziges Auf und Ab…

SIE hat auch einen Blog (oder heißt es "ein Blog"?), den ich lese. Er ist sehr gut, handelt von vielem. Schlimme Erfahrungen, Träume, sexuelle Abenteuer, lustige Anekdoten. Was dort zu lesen ist, ist zwar nicht überkandidelt oder gekünstelt, aber stellenweise brillant geschrieben. Aber auch tragisch. Gerade zu Beginn unserer Beziehung, hat mich der Blog das ein oder andere Mal buchstäblich zu Tränen gerührt. Seitdem wir zusammen sind, schreibt SIE kaum noch darin. Das liegt wahrscheinlich daran, dass SIE weiß, dass ich ihre Texte mitlese. Heute allerdings ist ein neuer Eintrag erschienen, während ich den Brückentag im Büro verbringe.

Er endet damit, dass SIE gar nicht daran denkt, mit ihren Dämonen zu brechen. Ich weiß, dass SIE gerade (und während SIE den Text geschrieben hat), engumschlungen mit ihren Dämonen tanzt. Und ich weiß auch, dass es heute wieder ein "solcher" Tag wird. Und dass, obwohl die letzten Tage anders waren. Und ich hatte wieder mal gehofft, dass es einfach mal so weitergeht. Diese Hoffnung ist dahin. Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass es nicht ein "solches" Wochenende wird. Meine positive Herangehensweise, dass ich das Beste hoffe, ist mir immerhin noch geblieben. Und das ist auch gut so, denn so funktioniere ich nun mal.

Ich habe großen Respekt vor der Mammutaufgabe, die ich noch vor mir habe: so lange zu ihr zu halten, so lange zu ihr zu stehen, SIE so lange zu lieben, bis SIE den Entschluss fasst und erfolgreich umsetzt, ihren Dämonen einen endgültigen Tritt in den Hintern zu geben. Es gibt solche Tage, die meinen Kraftakku wieder aufladen, es gibt "solche" Tage, die den Akku belasten. Im Moment ist er auf Reserve, ein bißchen Saft ist noch da, aber nicht mehr sehr viel und ich ahne, was die Konsequenz sein wird, wenn der Akku mal ganz leer sein wird. Davor habe ich Angst. Ich versuche mit allen Mitteln zu vermeiden, dass das passiert. SIE ist es wert. Meine Liebe zu ihr ist es wert. Die Zukunft, die ich mir mit ihr ausmale ist es wert. Ständig möchte ich dem Hollywood-Regisseur meines Lebens zurufen, dass es doch endlich mal Zeit für das Happy End ist. Hoffentlich sieht er es auch bald so.
30.5.14 15:38


Tolle Ostern

Das Fest der Schokoladenindustrie, das wir zum ersten Mal zusammen feiern. Vier lange Tage frei, die ich dringend nötig habe. Karfreitag und Samstag verfliegen und fühlen sich toll an. Es wird gebacken, mit dem Hund gespielt, eingekauft. SIE ist bezaubernd und dämonenfrei. Es fällt ihr nicht immer leicht, glaube ich. Aber es ist wunderbar. Ihre Stärke imponiert mir, ich versuche ihr mehr zu geben.

Das Ganze fühlt sich schon vor dem Höhepunkt des Ostersonntags wie ein Urlaub an. Eintauchen in eine Normalität, die schon lange nicht mehr normal für uns ist. Oft ertappe ich mich dabei, wie ich SIE selig grinsend anschaue. Ich genieße SIE einfach. Pur, unverfälscht, süß, smart, liebenswert und wertvoll.

Der Ostersonntag ist nicht nur Ostersonntag, sondern auch unser kleines, monatliches Jubiläum. Ich wache ziemlich früh auf, bin noch verpennt. SIE ist schon wach und lächelt über beide Ohren. Diese ansteckende Freude, vertreibt den Rest-Schlaf aus meinem Kopf. SIE hat Geschenke für mich und lässt mich suchen. Ich tue ihr gern diesen Gefallen und freue mich einfach mit ihr zusammen. Ich erbeute tolles Weingummi und ein Videospiel. SIE macht sich wirklich Gedanken, versetzt sich in mich, um mir wirklich eine Freude zu machen. Das ist ein wirklich tolles Gefühl. Auch ich habe Kleinigkeiten für SIE und dann geht es auf zu ihrer tollen Familie.

Auch dort muss (oder vielmehr darf) ich suchen. Keiner der Anwesenden ist unter 20 Jahre alt, dennoch wird die Tradition gewahrt: vor einem ausgiebigen Oster-Brunch geht es in den großen Garten und es wird nach gut versteckten Schokoeiern und -hasen gesucht. Ich genieße wieder einmal ein Großfamilien-Event mit der Frau, die ich liebe. Wir besuchen danach meine Mutter und kehren dann vollgestopft, erschöpft und zufrieden heim.

Ostermontag ist gemeinsames Gammeln angesagt. Was allein öde, trist und leer sein kann, ist eine befriedigende Erfahrung, wenn man seinen Schatz um sich hat. Gemeinsam wird das Videospiel gespielt. Richtig tolles Gefühl, wenn SIE sich für die gleichen Dinge interessiert, wie ich und sogar Spaß daran hat. Die Angst nagt allerdings an mir, dass die Dämonen, die SIE so bravourös bekämpft hat, nach dem Schutz der Feiertage zurückkommen.

Am Dienstag erwartet mich wieder der Alltag im Büro, auch wenn ich lieber verweilt wäre, in der Oase der letzten Tage. Ich denke den ganzen Tag an SIE. Ob SIE weiterhin stark sein kann. Ob die letzten Tage vielleicht der Anfang waren von etwas Dauerhaftem? Ich würde es mir und ihr so sehr wünschen. Das wäre ein noch größeres Geschenk, als jedes Videospiel…

Abends komme ich nach Hause und SIE strahlt mich an mit diesem Lächeln, das mich schon an unserem ersten Abend hat schmelzen lassen. SIE ist stark geblieben. Ich bin erleichtert. Sehr erleichtert. Meine Hoffnung lebt weiter. Zweifelsohne hat SIE schwere Momente durchzustehen, aber zwischen diesen Momenten strahlt SIE eine Lebensfreude aus, die ich schon lange nicht mehr an ihr gesehen habe. Und von dieser lasse ich mich gern anstecken. Immer wieder. Immer wieder. Und so geht ein wundervolles Wochenende weiter, obwohl der Kalender etwas anderes sagt. Trotz Arbeit und Verpflichtungen. Ich wünsche mir so sehr, dass es nie wieder endet…
23.4.14 17:24


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