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10 Dinge, die ich an DIR vermisse

Frei nach einem Teeniefilm, den ich nie gesehen habe, der frei auf Shakespeare basiert. Lieber so eine Filmanspielung, als keine. Ich lasse kein Wortspiel aus, DU kennst mich ja. Diese Liste ist nicht vollständig, denn ich vermisse viel mehr an DIR als 10 Dinge. Es sind auch nicht zwangsläufig die wichtigsten Dinge. Zum Teil aber schon. Ich weiß, ich kann kompliziert sein, DU kennst mich ja.


Der Blick, mit dem DU mich angesehen hast

An meinem Kühlschrank hängen 2 von 3 Bildern, die wir zusammen in einem Fotoautomaten gemacht haben (eines von den Dreien hattest DU glaube ich mal in deinem Portemonnaie). Da schaust DU mich so an, als wäre ich das Wichtigste für dich und war es das vielleicht auch. Zumindest haben mir DEINE Blicke dieses Gefühl gegeben. Ein königlich-köstliches Gefühl von so einem wundervollen Menschen wie DIR so angeschaut zu werden. Auf einem der Bilder berührst DU mein Gesicht, während DU mich küsst. Was mich sehr ärgert ist, dass ich auf beiden Bildern rumkapser und eine Schnute ziehe. Ein Mahnmal, dass ich einen dieser wertvollen Momente nicht wertgeschätzt habe, DICH nicht wertgeschätzt habe.

DEIN Duft

Der Duft DEINES Körpers, deiner Haare, wenn wir vertraut auf dem Sofa lagen, Arm in Arm. Oder auch DEIN Parfum, das ich für DICH ausgesucht habe. Manchmal, wenn ich einen Aufzug betrete und den gleichen oder einen ähnlichen Duft einer Frau rieche, die diesen Aufzug kurz zuvor benutzt hat, muss ich an DICH denken.

DEIN Lachen, wenn du vor mir gepupst hast

Das klingt jetzt vielleicht furchtbar profan oder für den unbeteiligten Leser vulgär, aber das war es nicht. Das ist auch stellvertretend für die Vertrautheit zwischen uns. Jeder pupst mal, aber es braucht schon Zeit, bis man das offen vor seinem Partner macht. Und jedes Mal, wenn DIR das passiert ist, dann hast DU ein kurzes, leicht hektisches und enorm süßes Lachen ausgestoßen. Das hat mich nicht nur jedes Mal auch zum Lachen gebracht, sondern auch bezaubert. Gleiches gilt für die kleinen Rülpser, die DIR ab und an rausrutschten und „Mein Mund war zu!“, das DU mit einer leicht schmollenden Stimme nachgeschoben hast. Dieser Satz wurde zu einem geflügelten Wort, das ich niemals vergessen werde.

DEINE Überraschungen

Ich habe es geliebt, DIR kleine Freuden zu machen, aber DU warst die ungeschlagene Meisterin darin, immer etwas Besonderes zu machen. DU hast so vieles gemacht, das mir so viel bedeutet hat. Von großen Sachen, wie die gemeinsamen, von DIR geplanten Mystery-Ausflüge, meist an Orte, die ich noch nicht kannte und mit DIR das erste Mal erleben durfte bis hin zu kleineren (aber nicht minder wundervollen) Gesten und Aufmerksamkeiten. Eines von unzähligen Beispielen war ein Silvester, das wir bewusst zuhause verbracht haben. Wir haben uns nicht nur das Feuerwerk von einer Stelle über Stadt betrachtet, DU hattest auch noch Hüte, witzige Brillen und Wunderkerzen besorgt. Das war so süß von DIR und, wie gesagt, auch nur ein Beispiel von diesen Gesten, die ich so sehr vermisse. Einer dieser Hüte fiel mir vor kurzem wieder in die Finger und ich dachte ganz wehmütig an DICH und diesen Abend zurück.

Wie DU mir zu viel Nivea aus dem Gesicht reibst

Jeden Morgen dusche ich und jeden Morgen creme ich mein Gesicht danach ein. Weil meine Haut rund um die Nase sonst staubtrocken wird. Oft genug gibt es da weiße Stellen, wo ich die Creme nicht ausreichend verteilt habe. DU hast das immer gesehen und mit DEINEN süßen kleinen Fingern das in meinem Gesicht erledigt, was meine großen nicht geschafft haben. Jeden, wirklich JEDEN Morgen nach dem Duschen denke ich daran und nehme mir noch die Zeit mich noch einmal im Spiegel zu begutachten, um mich selbst darum zu kümmern. Und an DICH zu denken.

Wie DU geschnurrt hast, wenn ich DEINEN Rücken gekrault habe

Wenn wir Abends zusammen auf dem Sofa waren und DU dich an mich geschmiegt hast und dabei so etwas wie „Krauli Krauli“ gesagt hast. Das waren DEINE Worte, mit denen DU mich dazu aufgefordert hast, deinen Rücken und deinen Po zu streicheln, zu massieren und nun ja, zu kraulen. DEIN Kopf lag dabei meist auf meinem Oberschenkel und oft genug bist du so eingeschlafen. Und ich habe so lange versucht, mich nicht zu bewegen, wie es irgendwie ging, damit ich DICH nicht aufwecke. Vor dem Einschlafen hast du auf jeden Fall geschnurrt wie ein Kätzchen und hast DICH zufrieden hin und her geschmiegt. Ich vermisse dieses Geräusch, diese Situationen und vor allem dass sie so wunderbar alltäglich waren.

Zu DIR nach Hause zu kommen

Es war ein königliches Gefühl nach einem langen Arbeitstag nicht in eine leere Wohnung nach Hause zu kommen, sondern zu DIR. Es gab viele Gelegenheiten, in denen DU mich von unserem Balkon schon angestrahlt hast. Oder andere, an denen DU etwas vorbereitet hattest, z.B. Kerzen schon im Flur und dann in der Küche, weil DU ein romantisches Abendessen als Überraschung gezaubert hast. Das war wundervoll. Aber DU brauchtest einfach nur da sein. Und wenn wir zusammen gekocht haben, haben wir uns gegenseitig vom Tag erzählt. Ich habe DIR gern zugehört und habe DIR gern erzählt. Ich vermisse das jeden Tag. Ohne DICH ist der Feierabend nur der Beginn der Zeitspanne, bis zum neuerlichen Aufstehen. Mit DIR konnte ich es nicht erwarten nach Hause zu kommen, um Zeit mit DIR zu verbringen.

Unsere kleinen und großen Jubiläen

Der Tag, den ich hier vor Äonen schon beschrieb, der Tag an dem wir uns persönlich kennengelernt haben, war etwas ganz Besonderes. Der Beginn von etwas Wahrhaftigem. Zumindest dachten wir das lange und dementsprechend haben wir dieses Datum zelebriert. Jeden Monat. Oft mit kleinen Gesten, oft aber auch, indem wir ausgegangen sind. Aber egal ob klein oder groß, jede dieser Gesten war etwas Besonderes. Oft genug bemerke ich mittlerweile den Tag auf dem Kalender und bedaure, dass er keine Bedeutung mehr hat. Und ich wünschte, es wäre wieder wie früher und ich hätte eine kleine Überraschung in der Tasche, wenn ich an einem dieser Tage zu DIR nach Hause käme.

Mit DIR unsere Zukunft zu planen

Es war nie zu konkret oder unpassend, aber es bedeutete mir die ganze Welt, wenn wir über den Namen unseres ersten, potenziellen Kindes redeten. Oder anhand einer Fernsehsendung, die DU so gern gesehen hast darüber, wie unsere Hochzeit wohl aussehen wird. Ich weiß nicht mehr, wie es anfing, aber es fühlte sich nie falsch an. Das kann ja auch ganz schön Druck erzeugen, tat es aber nie bei mir. Auch nicht, als diese Themen das erste Mal aufkamen. Im Gegenteil: ich freute mich auf diese Dinge, die wir geplant haben. Das war eine Perspektive, die ich geliebt habe, weil DU Teil davon warst. Meist gingen diese Gespräche von DIR aus. Und es war ganz wunderbar, dass eine Frau, die ich so bezaubernd, hinreißend und bewundernswert fand und so geliebt habe, mit mir ihre Zukunft planen und verbringen wollte.

Unsere Urlaube

Was gibt es Schöneres, als mit der Frau, die man abgöttisch liebt in den Urlaub zu fahren? Für mich nicht viel, kann ich DIR sagen. Wenn es so weit war, fühlte ich mich wieder wie ein Kind. Diese Aufregung und Freude, dass es endlich wieder losgeht, hatte ich zuletzt als kleiner Junge empfunden, wenn ich mit meinen Eltern in den Urlaub geflogen bin. Unsere Ziele waren eigentlich immer „nur“ in Holland, aber für mich hätte es dennoch nicht schöner sein können. Ich habe immer eine CD zusammengestellt mit Musik, von der ich hoffte, dass sie uns beiden gefällt und der Soundtrack des Urlaubs wurden. Und als es dann ins Auto ging und die Fahrt antraten, bedeutete mir das die ganze Welt. Schon die Fahrt mit DIR habe ich genossen. Eine ganze Woche nur mit DIR, abseits des Alltags lag vor uns! Ich war aufgeregt, voller Freude, euphorisiert und hätte die ganze Welt umarmen können. Ich hätte DICH umarmen können. In diesen Momenten war das für mich so ziemlich das Selbe.

Während ich das schreibe, merke ich dass ich noch so viele Dinge schreiben könnte, die ich an DIR vermisse und vielleicht mache ich das ja auch noch. Virtuelles Papier ist geduldig. Aber weil „18 Dinge, die ich an DIR vermisse“ nicht den gleichen Klang hat wie mit der 10 lasse ich das jetzt.
5.2.18 19:47


Der Dating-Tango

Der Tanz geht los. Obwohl ich weiß, was ich will, wen ich will, war ich in den letzten Tagen ein wenig aktiv in der Single-Börse. Ich habe Wochen gebraucht, mein Profil zu füllen und noch einige Wochen, bis ich wieder ein paar Frauen angeschrieben habe. Genau wie bei Bewerbungen, bin ich der Typ Mann, der nicht möglichst viele Unternehmen bzw. Frauen anschreibt, sondern mir lieber Gedanken mache und eher wenige und dafür möglichst gehaltvolle Nachrichten verschicke.

Und siehe da: Ich wundere mich selbst, wie viele Frauen, mich anschreiben oder mir sehr interessiert antworten. Ich möchte mir darüber keine Gedanken machen, ob es vielleicht mit dieser blöden Bewertungs-Note für mein Profilfoto zu tun hat. Oder hat mein persönliches Statement genau den richtigen Grad an Geistreichheit (das Wort gibt es nicht, so viel zu meinen lyrischen Fähigkeiten)? Keine Ahnung. Vielleicht herrscht auch gerade Kerle-Ebbe (keine Ahnung, was da so am Start ist, denn die sehe ich ja nicht, wenn ich mich einlogge), wobei ich mir das nicht vorstellen kann.

Noch während ich das hier schreibe, werde ich von 3 Frauen kontaktiert. Was mich wirklich verwundert, denn ich bin gewiss kein Frauentyp. Aber darum geht es hier nicht. Es geht vielmehr um die erste Frau, die ich angeschrieben habe in der Börse. Sie hinterließ ein „Like“ auf meinem persönlichen Statement und sieht nett und sympathisch aus. Also hab ich ihr eine nette Nachricht geschrieben. Zu allem, was jetzt folgt, möchte ich noch sagen, dass ich OBWOHL ich nicht gern in dieser Börse bin und OBWOHL mein Herz mir seit Wochen deutlich eine andere (die „richtige“) Richtung aufzeigt, ich das keineswegs halbherzig mache. Das wäre unfair den Frauen gegenüber und zudem auch unnötige und verlorene Liebesmüh. Außerdem geht es mir hier auch gar nicht darum, mich über diesen Menschen lustig machen. Ich hoffe nicht, dass dieser Eindruck entsteht, aber ich möchte es dennoch vorweg schicken.

Es geht also ein paar mal hin und her. Eine Nachricht ergibt die andere. Es ist nett, aber eben noch dieses ganz frühe Abtasten. Sie schreibt mehrfach, dass sie sehr an mir interessiert ist. Sich nach Nähe und einem Liebhaber sehnt. Ich sage ihr, dass ich mich geschmeichelt fühle, denke bei mir, dass sie es ziemlich schnell und offen angeht, finde es aber an sich ok. Irgendwann bin ich müde. Sie auch. Wir verabschieden uns und alles ist gut. Eine knappe Stunde später erreicht mich noch eine Nachricht. Sie würde mir gern ihre Telefonnummer schicken. Ob das ok wäre. Gelesen habe ich die Nachricht erst Mitte des nächsten Tages (auf der Arbeit), als ich meine E-Mails checke. Als ich Abends zuhause bin, habe ich noch eine Antwort. Es tut ihr leid, dass sie so forsch war und verabschiedet sich aus meinem Leben. Ich antworte, dass alles ok ist, ich halt nur nicht zum Antworten gekommen bin. Sie schickt mir ihre Nummer und fragt mich, ob ich lieber telefonieren oder schreiben möchte. Ich bin erst mal fürs Schreiben.

Ich habe nichts dagegen, dass es schnell geht. Besser als ewig rumzudödeln. Sie schreibt, dass sie für offene und klare Kommunikation ist. Wir schreiben etwas hin und her. Dieses Mal eben auf dem Smartphone. Und ich stelle eine eigentlich ziemlich harmlose und gar nicht böse gemeinte Frage. Erst bei der Antwort merke ich, dass sie ihr nicht passt. Schreibt etwas von einer Schublade, in die ich sie stecke. Ich sage, dass ich das nicht tue. So endet der Abend.

Am nächsten Tag schreiben wir hin und her. Ich bin vorsichtig geworden, was ich so frage. Ihre Antworten wirken einsilbig. Vielleicht ist sie erschöpft. Vielleicht ist ja auch was anderes. Ich sage ihr, dass es ok ist, wenn sie Jemand anderen gefunden hat, der besser passt. Wieder ganz falsches Thema offensichtlich. Schreibt, dass sie es leid ist, sich ständig zu rechtfertigen. Und dass sie natürlich nur mir schriebe. Und dass sie halt einfach müde sei. Ich verabschiede mich, der Abend endet.

Der nächste Tag. Ich wünsche ihr einen guten Morgen. Mitte des Tages bekomme ich eine Nachricht (auf der Arbeit). Sie sagt, dass es wohl nicht passt zwischen uns. Ich antworte, dass es mir leid tut, aber ihre Entscheidung akzeptiere. Es geht noch 1-2 Mal hin und her und dann endet es. Dachte ich. Als ich abends nach Hause komme und den Laptop anmache, sehe ich dass sie mich in der Börse angeschrieben hat. Dass es ihr leid tut. Und dass sie sich abmeldet. Dass es ihr offensichtlich nicht so leicht fällt, sich auf etwas Neues einzulassen und dass ich ja einfach nur nett und offen war.

Sie tut mir leid. Ich schreibe sie auf dem Handy an, will ihr raten nicht alles so verbissen und dramatisch zu sehen. Sie sagt, sie hat meine Nummer gelöscht. Und dass es ihr leid tut, dass sie alles versaut hat. Ich sage ihr, dass alles ok ist. Wiederhole, dass sie Dinge etwas lockerer sehen soll. Und dass ich kein Drama brauche (und es auch gar nicht angebracht war). Seitdem schreiben wir uns wieder. Muss das so sein? Fühlt sich das am Anfang immer so an? Ich hab das nicht so in Erinnerung.

Ich bin mir nicht sicher, vielleicht (wahrscheinlich?) hätte ich den Kontakt einfach brach liegen lassen sollen, aber sie tat mir leid. Jetzt gerade ist es auf jeden Fall komisch. Meine Gedanken kreisen sowieso um eine andere Frau. Aber ich tanze jetzt den Dating-Tango, ein Tanz, den ich wahrscheinlich nicht so gut beherrsche. Und wenn ihr wüsstet, wie mein Leben im Moment aussieht, dann wüsstet ihr, dass „ich brauche kein zusätzliches Drama“ die Untertreibung des Jahrhunderts ist. Vielleicht ist sie es ja wert. Oder auch nicht, ich weiß es nicht. Fest steht: falls ich ihr mal schreiben oder sagen muss, dass es nichts wird mit uns, davor graut es mir jetzt schon. Eigentlich keine guten Voraussetzungen für ein weiteres Kennenlernen, oder?
28.1.18 23:35


Jemand anderes

Es passiert viel zur Zeit. Zu viel. Zu viel für mich und zu viel für hier. Daher werde ich große Teile ausblenden. Aber ich muss auch irgendwo hin mit ein wenig von dem „Vielen“. Daher nach über einem Monat ein weiterer Eintrag.

Ich habe zwischenzeitlich mein Profil in der Single-Börse etwas weiter eingepflegt. Es sind mittlerweile Bilder drin, ich habe einige persönliche Angaben gemacht. Die Reaktionen sind deutlich besser als ich gedacht hätte. So können Mitglieder über das Profilbild abstimmen, wenn man das nicht deaktiviert. Wenn genügend Votes da sind, bekommt man dann einen Durchschnittswert angezeigt. Lange Rede, kurzer Sinn: ich war und bin schon ziemlich erstaunt, dass dieser Wert doch recht hoch ist. Außerdem bekomme ich hier und da „Likes“ für Statements, die ich ins Profil geschrieben habe (das Leben kann schon ganz schön profan klingen). Trotzdem merke ich etwas, was ich schon vor einiger Zeit gemerkt habe und recht verklausuliert hier geschrieben habe. Damals ging es um plötzliche Euphorie, eine Erektion und Türen (wer die Muße hat, kann das ja nachlesen, lohnt sich aber nicht wirklich). Was ich merke ist, dass das alles nicht das Wahre ist. Und das hat nichts mit meiner Abneigung gegenüber Single-Börsen zu tun. Es ist das starke Gefühl, dass das, was ich dort finden kann, nicht das ist, was ich will und was richtig ist.

Was ich will und was richtig ist, ist etwas anderes. Jemand anderes. Und das ist keine kurzfristige Laune oder die Reaktion auf die Seenot, in der ich mich seit einigen Wochen befinde. Zumindest das beweisen die erwähnten Blogeinträge und die Daten zu denen ich sie schrieb. Mein Herz weiß, was es will. Es will wieder wie eine große Trommel bis zu meinem Hals schlagen und dazu benötigt es nun mal scheinbar Jemand anderes. Jemand besonderes. Ich bin geneigt, ihm zuzustimmen.
20.1.18 13:35


Wunschzettel

An diesem schwarzen Sonntag, nach einer absolut wahnsinnigen Woche, diesem zweiten Advent möchte ich einen Wunschzettel schreiben. Nur habe ich Niemanden, dem ich einen wirklichen Wunschzettel schreiben könnte, also muss der Blog herhalten.

Bevor es ans Eingemachte geht, ein paar Worte vorab. Am letzten Tag der Woche gab es eine kleine Weihnachtsfeier im Büro. Alle waren aber einfach nur fertig nach der Arbeit in den letzten Monaten, die sich wohl noch nicht mal auszahlt. Auf dieser improvisierten Weihnachtsfeier (die eigentlich nur aus beisammen sitzen, einer gemeinsamen Pizza und einigen Retrospielen bestand) ging das Thema „Was machst du eigentlich über die Feiertage“ herum. Ich war froh, dass ich nicht angesprochen wurde, hörte aber von den anderen eigentlich nur die gleiche Geschichte: „bla bla bla, stressig. bla bla bla, an jedem der Tage muss ich zu einem anderen Familienteil…“. Ich dachte dabei 2 Dinge: 1. ihr wisst gar nicht wie gut ihr es habt und 2. hoffentlich werde ich nicht gefragt.

Natürlich wurde ich dann doch noch gefragt. Ich antwortete „Nichts“ und hätte es dabei belassen sollen. Aber weil mir die Antwort so kurz vorkam, fügte ich noch hinzu, dass ich meine Mutter in ihrem neuen (Senioren-) Heim besuchen werde. Zack, da war Ruhe im Karton. Stimmung killen kann ich. Dabei entspricht das nur der Wahrheit. Ich hätte noch hinzufügen können, dass ich total auf den ganzen „Weihnachtsschnickschnack“ stehe und trotzdem (oder genau deswegen) Angst vor den Feiertagen habe, die ich einerseits so dringend brauche (überarbeiteter war ich in meinem ganzen Leben noch nicht), aber die auch sehr trostlos sein werden.

Von daher habe ich einen Wunschzettel. Freilich nicht mehr für dieses Jahr. Denn da ist der Zug abgefahren. Ich habe das bißchen Energie, das ich noch hatte wohl auf das falsche Pferd… pardon, den falschen Menschen gesetzt. Passiert. Passiert vor allem, wenn man so offen wie ich auf neue Dinge, Personen, Gelegenheiten zugeht. An dieser Eigenheit will ich aber unbedingt festhalten. Das ist aber ein anderes Thema…

Was ich mir nächstes Jahr zu Weihnachten wünsche:
Eine Frau, die über meine dummen Witze lacht.
Gemeinsam auf dem Sofa kuscheln.
Jemanden beschenken, bei dem ich es nicht erwarten kann, wie sie sich (hoffentlich) darüber freut.

Eine Frau, die für mich da ist, wenn es mir dreckig geht und für die ich auch da sein kann.
Gemeinsam gegen den Rest der Welt.
Jemanden, mit dem ich im Auto meine dummen, selbstgedichteten Lieder singen kann.

Eine Frau, mit der ich seelisch und intellektuell auf Augenhöhe diskutieren kann.
Gemeinsame Überraschungs- (Mystery) Ausflüge.
Jemanden, der mich so liebt, wie ich sie liebe und mir das dann und wann unaufgefordert sagt.

Das ist einerseits eine unvollständige Liste, denn mir wären noch viele Sachen mehr eingefallen. Anderseits ist das schon ganz schön viel verlangt. Zumindest für mich wachsen diese Frauen nicht gerade auf den Bäumen. Wer so Jemanden an seiner Seite hat und das jetzt liest: haltet diese Person unbedingt fest. Ich schaue aus meinem dunklen Tal zu euch auf und kann es euch nicht deutlich genug raten: haltet an dieser Person unerbittlich fest, denn es ist das Wertvollste, was es auf der Welt gibt. Alle anderen Probleme lassen sich mit einer solchen Person an eurer Seite viel besser bewältigen als allein. Oder wie ich es mal in einem früheren Leben geschrieben habe: „Wenn man Liebe gefunden hat, dann sind nicht nur Bergspitzen viel höher und schöner, sondern auch die Täler durch die man gemeinsam schreitet nicht so tief und dunkel.“ Und da bin ich gerade. Allein in einem dunklen Tal.
10.12.17 19:30


Türen

„Über den eigenen Schatten springen“, „sich überwinden“, „sich ein Herz fassen“, „sich einen Ruck geben“, es gibt in der deutschen Sprache viele Synonyme dafür, etwas zu tun, das man nicht unbedingt tun wollte oder von dem man nicht glaubte, es überhaupt zu schaffen. Ich bin kein Sprachwissenschaftler und werde auch keiner mehr. Und das hier wird auch kein Vortrag über Sprache. Viele dieser Synonyme haben eine eigene Konnotation, die nicht ganz zu dem Gefühl passt, zu dem, was ich in den letzten Wochen und auch in den letzten Tagen gemacht habe. Daher habe ich ein anderes sprachliches Bild.

Ich für meinen Teil habe Türen geöffnet. Ob das jetzt ein besseres oder schlechteres Bild als die oben genannten ist kann ich nicht beurteilen. Ich finde, es passt einfach besser. Das waren mehrere Türen. Und jede Tür ist individuell, nicht miteinander zu vergleichen. Der einzige gemeinsame Nenner ist, dass sich Menschen hinter diesen Türen befinden. Eine dieser Türen ist auch schon dabei, sich wieder zu schließen. Ich habe mich sehr bemüht, die Tür offen zu halten. Mehrere Wochen lang. Egal wie groß meine Probleme (und glaubt mir, wenn ich im Moment etwas habe, dann sind es Probleme und Sorgen) waren, habe ich mir fremde Probleme angehört. Habe zugehört, egal wie schlecht es mir selbst ging, habe mich bemüht Kraft und Rat zu geben, habe immer wieder versucht, einen oder mehrere Schritte durch diese Tür zu machen, nur um festzustellen, dass diese Tür von der anderen Seite immer wieder zugeschlagen wurde.

Mit Türen ist es nämlich so eine Sache, letztlich benötigt es zwei Menschen die Tür offen zu halten, damit einer oder beide dieser Menschen durchwandern können. Um im Sprachbild zu bleiben, habe ich mir immer wieder eine blutige Nase an dieser Tür geholt. Und immer mehr gemerkt, dass mein Gegenüber gar kein (oder schwindendes) Interesse daran hat, dass die Tür sich öffnet. Das ist schade, da ich glaube, dass diese Tür etwas Gutes verbunden hat, aber letztlich bin ich mir zu schade, immer wieder an dieser Klinke zu rütteln. Ich habe es lang versucht, aber irgendwann ist es einfach genug.

Nun zu der aktuelleren Tür. Das ist eine Tür, von der ich nie gedacht hätte, dass ich sie noch mal öffnen würde. Da war zu viel passiert, so dass ich mir nicht mal sicher war, ob da überhaupt noch eine Tür ist. Das klingt jetzt dramatischer, als ich es meine. Um so überraschter war ich, als ich selbst diese Tür öffnete. Auslöser waren Dinge, die ich las. Manches habe ich nicht sofort gesehen. Anderes sickerte erst nach und nach bei mir ein. Dazu kam noch die Zeit, in der mein Hirn sich mit der Idee anfreunden musste (was ziemlich schnell ging, was mich selbst sehr erstaunt hat). Und so begab es sich, dass ich diese Tür öffnete. Aber, und das ist der Unterschied zu der anderen Tür, durchschreiten werde ich nicht. Ich halte sie für einen Menschen geöffnet. Wenn dieser zu mir will, dann hat er jetzt die Möglichkeit, wenn nicht, dann eben nicht. Ich glaube auch nicht, dass sie besonders lang offen sein wird. Bei aller Liebe, bei allem „über den eigenen Schatten springen“: ich muss auch an mich denken. Das habe ich dieses Jahr erschreckend selten getan.

Und wenn wir schon dabei sind: dass ich mich bei der Online-Börse angemeldet habe ist auch ein Öffnen einer Tür. Nein, ich konnte mich noch nicht dazu durchringen, mein Profil weiter zu füllen. Diese Tür ist insofern erst ein Spalt offen. Weiter mag ich sie gerade nicht öffnen. Ich bin noch nicht bereit für den Tanz der Oberflächlichkeit. Oder (um es etwas positiver zu formulieren) ich bin noch nicht bereit dafür, dort nach Wahrhaftigkeit und echten Gefühlen zu suchen. An diesen Gedanken muss ich mich erst weiter gewöhnen. Dass dieses Weihnachten für mich keine Feststimmung oder etwas Positives bereithalten wird, ist sowieso schon sicher. Daher kann ich mir ruhig noch ein paar Tage Zeit lassen, dort weiter aktiv zu werden.

Um diesen furchtbar verklausulierten Eintrag noch auf einer etwas beschwingteren Note enden zu lassen: manchmal ärgere ich mich am Ende eines Eintrags, wenn ich bestimmte Bildvergleiche gewählt habe. Denn so kommt es, dass ich 22 Mal das Wort „Tür“ (jetzt 23!!) benutzt habe. Aber immerhin konsequent. Immerhin das kann ich…
3.12.17 23:12


Elitär

Die Euphorie ohne Grund ist verflogen. Aber das war zu erwarten. Genau wie sie mich völlig überraschend ergriffen hat, so hat sie sich aus meinem Leben wieder verabschiedet. Das ist schon in Ordnung so, denn es hat mir etwas über mich gezeigt: (fast) egal wie fest Meinungen oder Entscheidungen bei mir einrasten, ich bin doch meist in der Lage, sie wieder freigängig zu bekommen. Und das ist gut, denn ich möchte nicht verbissen und verbittert stur an meinen Ansichten hängen, sondern sie immer wieder hinterfragen, ganz egal, für wie gerechtfertigt ich sie halte.

So weit, so langweilig. Ich habe mich nach mehr als 4 Jahren wieder bei einer Single-Börse angemeldet. Das ist ein Ausdruck davon, dass ich Nichts ausschließen will. Ich weiß, dass sich mein jetziges Leben verändern soll und ich nach allen Seiten offen bin. Was ich allerdings von Single-Börsen halte, habe ich hier schon öfter geschrieben. Und zwar zu Zeiten, als ich gar nicht mehr in dieser Börse war, weil ich SIE gefunden hatte. Eigentlich weil SIE mich dort gefunden hatte. Wiederholen will ich mich allerdings nicht, was das angeht. Nur so viel: ich habe mich zwar angemeldet, ein Profil angelegt, aber schon dieser Akt war mir zuwider. Noch bevor ich Bilder und Inhalte meinem Profil hinzufügte, klickte ich ein wenig herum. Und der schon anfänglich vorhandene Widerwille wuchs massiv. Das hat mehrere Gründe. Ich bin kein Selbstdarsteller. Selbstdarsteller sind mir in der Regel suspekt und nicht besonders sympathisch. Das sind schon mal ganz schlechte Voraussetzungen für diese Art des Sich-Präsentierens.

Aber da ist noch mehr: egal wie nett und sympathisch manche der Bilder aussehen, so merkt man doch beim Lesen Dummheit und Oberflächlichkeit. Ok, das klingt jetzt vermutlich sehr hart und furchtbar elitär. Ich bin nicht elitär. Und ich empfinde mich noch nicht mal als besonders schlau. Aber meine Erfahrungen, die ich damals sammeln konnte, haben mich gar nicht befriedigt. Ich möchte eben nicht nur ein nettes Gesicht, ein paar Titten und einen hübschen Arsch. Ich suche keinen Fick. Das Herz und mein Hirn müssen schon dabei sein. Ich habe es an anderer Stelle mal bewusst flapsig formuliert: eine Frau für Herz und Hose. Und in vielen der Angaben auf den Profilen, die ich mit zunehmender Lustlosigkeit besuchte standen die gleichen voneinander abgeschrieben, pseudo-originellen Antworten. FRAGE „Wie stehen Sie zu sich selbst?“, ANTWORT „Och, wir kommen ganz gut miteinander aus…“ und dahinter noch ein Smiley, weil das ja furchtbar witzig ist.

Wer mich jetzt immer noch für elitär hält: vielleicht bin ich das auch. Ich hatte aber auch wirklich Glück, an diesem unwirtlichen Ort eine Frau zu finden, die mein Herz, mein Hirn und meine Libido ansprach. Und ja, SIE hat mich gefunden. Und ja, der Zufall spielte eine große Rolle dabei. So ist mein Eindruck, dass ich noch Jahre weiter hätte suchen können, aber doch keine passende Partnerin gefunden hätte. Und genau das ging mir durch den Kopf, als ich nach 4 oder 5 Jahren wieder dort mein digitales Bewerbungsschreiben hinterlegen wollte und in anderen stöberte. Und genau das ist der Grund, dass ich mein Profil nicht weiter ausgefüllt habe. Keine Bilder. Keine Antworten, bei denen ich mir Mühe gebe, dass sie mich gut repräsentieren.

Angeklickt wurde dieses unfertige Profil von 3 Frauen, davon waren 2 Reaktionen, weil ich auf ihren Profilen war. Die eine Frau, auf deren Profil ich nicht war, hat einen Rechtschreibfehler schon in ihrem Nick. Ich bin nicht hochnäsig, ich bin nicht elitär, bitte glaubt mir. Aber mein Herz und mein Hirn haben schon gewisse Ansprüche, um meine Libido mache ich mir gar nicht so große Sorgen (was aber nicht heißen soll, dass sie besonders geringe Ansprüche hätte).

Der Vollständigkeit halber, weil ich die rein männliche Perspektive hier ausgebreitet habe: ich bin weit davon entfernt, makellos zu sein. Ich bin kein „Elitepartner“ (und das ist auch nicht die beschriebene Börse). Optisch schon mal gar nicht. Ich tue, was ich im Moment kann und habe mich zur Zeit um fast 4 Gürtellöcher reduziert und überhaupt nicht vor, damit aufzuhören. Meine Glatze wird nicht mit einem Toupet besetzt, wohl aber manchmal mit einer Kappe. Ich bin auch nicht übermäßig intelligent, denke ich (alles eine Frage der Perspektive). Und ich habe mit Sicherheit einige Macken (je nach Sichtweisen mal mehr, mal weniger), aber ich habe ein großes Herz. Eines, dass die richtige Frau zu einem Kickdrum Heart machen kann. Eines, dass diese richtige Frau nicht im Stich lässt. Eines, das viel zu geben hat. Irgendwann werde ich das Profil weiter ausfüllen und mein Glück versuchen. Aber heute nicht mehr. Vielleicht kommt mir ja auch das Leben dazwischen, so dass ich das nicht machen muss. Ich wäre sehr dankbar dafür.
28.11.17 23:19


Hart

Nachtrag zu meinem letzten Eintrag bezüglich eines irrationalen Gedankens.

Seit dieses wundersamen Abends sind jetzt einige Tage vergangen und der Gedanke ist irgendwo noch da, aber nicht mehr so allgegenwärtig, wie an jenem Nachmittag / Abend. Er ist noch da, was bedeutet, dass ich ihn nicht verbannen will und gelegentlich noch in meinem Kopf herumspiele. Aber es ist nicht mehr so intensiv, impulsiv und beeindruckend irrational, wie an jenem Abend. Was mir am nächsten Morgen passiert ist, ist aber mindestens genau so bemerkenswert.

Um es vorwegzunehmen: der irrationale Gedanke (ich bleibe jetzt der Einfachheit halber bei der Formulierung) hatte nichts mit Sex zu tun. Wenn überhaupt dann eher indirekt. Trotzdem bin ich am nächsten Morgen noch vor dem Wecker mit einer gewaltigen Erektion aufgewacht. Ich kann mich an nichts im Traum erinnern, ich nehme mal an, dass ich irgendwas Sexuelles geträumt habe, denn der Härtegrad dieser Erektion hatte nichts gemein mit der leichten Morgenerektion, die mann schon mal hat.

Auch wenn der Gedanke vom Abend zuvor keine sexuelle Konnotation hatte, so glaube ich, dass er nicht nur meinen Geist beflügelt hat, sondern auch für meinen morgendlichen Zustand verantwortlich war. Was ich allerdings mit dieser Erkenntnis / Vermutung anfange, das weiß ich nicht. Denn außer leichtem Kopfkino, einer gewaltigen Morgenlatte und einer vielleicht veränderten Einstellung zu gewissen Dingen hat sich nichts verändert. Alles ist möglich, Nichts ist wahrscheinlich…
25.11.17 19:28


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